<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-1497790043332144409</id><updated>2011-08-16T18:15:31.136+02:00</updated><category term='Leseempfehlungen'/><category term='Reflektionen'/><category term='Terminologie'/><category term='Allgemeines'/><title type='text'>Soziokratie - Organisationen agil führen</title><subtitle type='html'>Soziokratie ist eine moderne Methode zur Führung von Organisationen aller Art - vom Verein bis zum Großunternehmen.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://soziokratie.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1497790043332144409/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://soziokratie.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Ralf Westphal - One Man Think Tank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05225416366856069349</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_BjSNSdXBvLg/S9x6zIp__pI/AAAAAAAAAiA/d3UYJcjZQNQ/S220/RalfWestphal-Picture_small.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>12</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1497790043332144409.post-9095239898718312493</id><published>2010-11-19T09:19:00.001+01:00</published><updated>2010-11-19T09:19:23.049+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reflektionen'/><title type='text'>Entscheidung in der Freiheit mit Konsent</title><content type='html'>&lt;p&gt;Stellen Sie sich vor, Sie stünden vor der Entscheidung Ihres Lebens. Sie haben nur eine Chance und nur zwei Alternativen: Nehmen Sie das Jobangebot aus Tokyo an oder nicht? Oder: Heiraten Sie einmal im Leben und bleiben mit einem Menschen zusammen oder nicht? Oder: Werden Sie Gehirnchirurg oder Konzertpianist?&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Die meisten Menschen würden bei solchen Entscheidungen sehr, sehr gründlich abwägen. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort “Drum prüfe, wer sich ewig bindet.”&lt;/p&gt;  &lt;h6&gt;Entscheiden in der Unfreiheit&lt;/h6&gt;  &lt;p&gt;Ich denke, die allgemeine Regel könnte man so formulieren:&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Je stärker Entscheidungen binden, desto größer der Optimierungsbedarf.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Bindung ist nun aber das Gegenteil von Freiheit. Wer gebunden ist, hat weniger Freiheitsgrade. Wenn Sie sich nicht für Tokyo entschieden haben, haben Sie eine Tür im Leben geschlossen. Einmal verheiratet, haben Sie sich gegen alle anderen potenziellen Partner(innen) entschieden – für Ihr ganzes Leben. (Zumindest war es früher einmal so.) Wer Gehirnchirurg ist, kann nicht gleichzeitig Konzertpianist sein und auch nicht Sternekoch oder Staranwalt.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Je stärker Entscheidungen für etwas ausschließen, sich früher oder später umzuentscheiden, desto geringer die Freiheit im Zusammenhang mit den Entscheidungen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Wer nun aber Freiheit aufgibt oder nur geringe Freiheitsgrade hat, der versucht – ganz selbstverständlich – das Beste draus zu machen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Wo irgendwelche “Ressourcen” stark belastet werden mit einer Entscheidung, da will sie wohl abgewogen sein. Sind Zeit, Geld, Aufmerksamkeit, Alternativen knapp, muss man sorgfältig auswählen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Nun die umgekehrte Blickrichtung: Wo Entscheidungen optimiert werden, da muss wohl die Situation mit Unfreiheit zu tun haben. Da ist irgendetwas knapp. Da geht es um starke Bindung, d.h. spätere Alternativlosigkeit.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Was bedeutet Optimierung? Die Qualität von Merkmalen der Entscheidungsalternativen soll maximiert werden. Bei einer Jobentscheidung könnten das Gehalt, Arbeitsort, Aufstiegschancen, Ruhm, Übereinstimmung mit persönlichen Neigungen, ökologische Verträglichkeit usw. sein, bei einer Partnerentscheidung sozialer Status, Aussehen, Gleichklang in den Interessen, Wohnort usw.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Das Motto der Optimierung: mehr ist besser.&lt;/p&gt;  &lt;h6&gt;Entscheiden in der Freiheit&lt;/h6&gt;  &lt;p&gt;Was aber, wenn Entscheidungen in Freiheit stattfinden, im Überfluss? Was, wenn Entscheidungen nicht stark binden, wenn Sie mit ihnen keine Türen “für immer und ewig” zuschlagen?&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Ich würde sagen, dann sind Entscheidungen nicht länger zu optimieren. Die Regel für Entscheidungen in Freiheit lautet eher:&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Entscheidungen in der Freiheit müssen nur gut genug sein.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Entscheidungen müssen nur solange passen, bis Sie sich wieder neu entscheiden können. Wobei… hm… eigentlich gilt das für alle Entscheidungen. Spürbar wird das nur erst, wenn die Möglichkeit zur Umentscheidung nicht “am Ende der Ewigkeit” liegt, sondern in absehbarer Zukunft. (Was einer als absehbar ansieht, ist aber wohl sehr subjektiv. Dem einen sind 10 Jahre absehbar, der anderen nur 10 Monate.)&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Und was bedeutet “gut genug”? Entscheidungen sind gut genug, wenn Sie “Mindeststandards” für die Qualität von Merkmalen der Entscheidungsalternativen nicht unterschreiten. Das Merkmal “Gehalt” bei der Berufsentscheidung könnte z.B. den “Mindeststandard” 50.000 EUR/Jahr im ersten Berufsjahr haben. Merkmal “Arbeitsort” könnte den “Mindeststandard” haben, im Umkreis von 100 km vom Wohnort zu liegen. Bei der Partnerwahl könnten “Mindeststandards” sein, dass der Größenunterschied nicht mehr als 10 cm beträgt oder die Haarfarbe nicht Schwarz sein darf oder gemeinsame Rucksackreisen möglich sind.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;“Mindeststandards” sind mithin Grundsätze derjenigen, die entscheiden sollen. Das können Sie als Individuum sein oder aber auch eine Gruppe.&amp;#160; Wer entscheidet, muss sich also klar über die Merkmale werden, nach denen die Entscheidungsoptionen verglichen werden. Und der muss sich über die gewünschten Qualitätsstandards dieser Merkmale im Klaren sein.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Entscheidungen in der Unfreiheit machen es sich da vergleichsweise einfach: sie brauchen nur eine Liste von Merkmalen und suchen dann die Alternative mit der maximalen Qualität.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Entscheidungen in der Freiheit hingegen brauchen darüber hinaus noch “Mindeststandards”. Die zu finden, kann etwas Zeit kosten. Dann allerdings sind “gut genug”-Entscheidungen viel effizienter. Denn sie müssen nur solange Alternativen suchen und abwägen, bis die erste gefunden ist, die die “Mindeststandards” erfüllt. Die wird dann sofort gewählt, sie ist gut genug.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Der Gewinn von “gut genug”-Entscheidungen liegt jedoch nicht nur darin, dass sie schneller sind, sondern auch in größerer Bewusstheit. Denn wer über “Mindeststandards” nachgedacht hat, der hat sich und das Entscheidungsthema mehr reflektiert. Um das Maximum zu wollen, muss man nicht nachdenken. Um den persönlichen Grundsatz zu finden, den “Mindeststandard” zu ermitteln, da ist mehr gefordert. “gut genug”-Entscheidungen halte ich deshalb für verantwortlicher, für belastbarer. Sie sind bezogen auf den Entscheider, der sich in den “Mindeststandards” ausdrückt. Optimierungsentscheidungen sagen demgegenüber wenig über den Entscheider aus; der verweist nämlich ganz schnell auf den Entscheidungsgegenstand, dessen Qualitäten er versucht hat zu optimieren.&lt;/p&gt;  &lt;h6&gt;Keine Angst vor Fehlern&lt;/h6&gt;  &lt;p&gt;Optimierungsentscheidungen und “gut genug”-Entscheidungen differieren deshalb auch im Umgang mit Fehlern. Optimierer müssen Fehler vermeiden, weil jeder Fehler sie mit der Unfreiheit konfrontiert. &amp;quot;&amp;quot;Mindeststandard”-Entscheider scheren sich hingegen wenig(er) um Fehler. Sie wissen, dass ihre Entscheidungen nicht von “unendlicher” Dauer sind. Sie können ihre Fehler demnächst durch eine neue Entscheidung korrigieren.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Das bedeutet, würde ich sagen: In einer Welt, deren Komplexität steigt, d.h. Fehler immer unvermeidbarer werden, werden Optimierungsentscheidungen kontraproduktiv.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Wenn die Komplexität also steigt, dann muss gleichzeitig die Freiheit zunehmen. Höhere Komplexität muss mit Verringerung von Bindungszwang einhergehen. Denn sonst können wir die steigende Wahrscheinlichkeit von Fehlern nicht kompensieren durch “gut genug”-Entscheidungen.&lt;/p&gt;  &lt;h6&gt;Gut genug mit Konsent&lt;/h6&gt;  &lt;p&gt;Konsent ist – Sie werden es sich inzwischen gedacht haben – die Entscheidungsform für “gut genug”-Entscheidungen. Denn Konsent basiert auf “Mindeststandards”, den Grundsätzen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Nun kann man aber fragen: Was, wenn Entscheidungen in Unfreiheit getroffen werden müssen? Ist dann Konsent nicht der falsche Weg?&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Meiner Meinung nach sollte diese Frage nicht mit Ja oder Nein beantwortet werden. Ich halte sie für falsch gestellt. Sie geht von einer Welt aus, die so ist, wie sie ist, unabhängig davon, was wir wollen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Was aber, wenn die Welt anders ist, wenn sie so ist, wie wir sie machen? Für so einer Welt würde ich formulieren:&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wenn wir Konsent als Ausgangspunkt für alle Entscheidungen nehmen, dann entwickeln wir uns in die Freiheit hinein.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Ich plädiere also für eine Umkehr des Kausalzusammenhangs.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Früher: Die Welt ist voller Unfreiheit(en), deshalb müssen wir unsere Entscheidungen optimieren. Unfreiheit und starke Bindungen diktieren den Entscheidungsmodus.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Morgen: Wir finden im Konsent grundsatzbezogene “gut genug”-Entscheidungen, die wir ändern, sobald wir erkennen, dass wir mit ihnen unsere Ziel nicht erreichen oder sie (geänderten) Grundsätzen nicht mehr entsprechen. Der Entscheidungsmodus führt zu Freiheit und schwachen Bindungen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Ich persönlich ziehe dieses Weltbild vor. Ich möchte in einer Welt leben, die mehr Möglichkeiten bietet; dafür muss sie komplex sein. Dann muss ich Entscheidungen aber korrigieren können, weil Fehler ja unvermeidlich sind. Wenn ich mich wandle oder die Welt sich wandelt, dann möchte ich mich umorientieren können. Dafür brauche ich Freiheit. Und in der Freiheit entscheide ich dann schnell und verantwortungsvoll im Konsent.&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1497790043332144409-9095239898718312493?l=soziokratie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://soziokratie.blogspot.com/feeds/9095239898718312493/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://soziokratie.blogspot.com/2010/11/entscheidung-in-der-freiheit-mit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1497790043332144409/posts/default/9095239898718312493'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1497790043332144409/posts/default/9095239898718312493'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://soziokratie.blogspot.com/2010/11/entscheidung-in-der-freiheit-mit.html' title='Entscheidung in der Freiheit mit Konsent'/><author><name>Ralf Westphal - One Man Think Tank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05225416366856069349</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_BjSNSdXBvLg/S9x6zIp__pI/AAAAAAAAAiA/d3UYJcjZQNQ/S220/RalfWestphal-Picture_small.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1497790043332144409.post-5709742709697984405</id><published>2010-11-11T12:00:00.001+01:00</published><updated>2010-11-11T12:00:18.152+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reflektionen'/><title type='text'>Keine Partnerschaft ohne Konsent</title><content type='html'>&lt;p&gt;Immer wieder höre ich, dass Soziokratie bzw. &lt;a href="http://soziokratie.blogspot.com/2009/08/konsent.html" target="_blank"&gt;Konsent&lt;/a&gt; eine schöne Sache seien, aber nur für diese oder jene Art von Organisation geeignet seien. Gerade neulich schloss zum Beispiel jemand aus, Konsent im privaten Bereich einzusetzen; ihm schien er ausschließlich für förmliche Organisationen geeignet.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Dem möchte ich widersprechen. Ich habe sehr, sehr gute Erfahrungen mit Konsent gerade im privaten Bereich gemacht. Hier möchte ich jedoch versuchen, es allgemeiner zu formulieren:&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kosent ist für mich die erste Entscheidungsmethode in jeder Form von Partnerschaft.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Der Grund ist ganz einfach: Partnerschaften sind auf Gewaltfreiheit gegründet zum Zwecke der Erfüllung der Bedürfnisse der Partner.&lt;/p&gt;  &lt;h6&gt;Gewaltfreiheit als Grundlage von Partnerschaft&lt;/h6&gt;  &lt;p&gt;Partner sind frei, in der Partnerschaft zu verbleiben oder sie zu verlassen. Keine äußere Gewalt hält sie darin. Und daraus ergibt sich, dass auch im Innenverhältnis keine Gewalt ausgeübt werden kann. Denn die würde dazu führen, dass das Opfer die Partnerschaft aufkündigt.&lt;/p&gt;  &lt;blockquote&gt;   &lt;p&gt;Anmerkung: Mit Gewalt meine ich, was immer die Freiheit eines Partners ohne dessen Zustimmung beschränkt. Sie kann sich auf Körper, Geist oder Seele beziehen. Was in einer Partnerschaft konkret als Gewalt empfunden wird, ist zum Teil sehr individuell. Der eine empfindet einen Kuss als Gewalt, der andere empfindet gefesselt zu sein als gewaltfrei.&lt;/p&gt; &lt;/blockquote&gt;  &lt;blockquote&gt;   &lt;p&gt;Ich war versucht, Schmerzloigkeit der Freiheit hinzuzufügen. Aber ich glaube, das ist nicht nötig. Denn Schmerzlosigkeit ist Teil der Freiheit. Oder umgekehrt: Schmerz schränkt die Freiheit ein, nicht nur im körperlichen Bereich, wenn ein geklemmter Ischias das Gehen schwer macht.&lt;/p&gt; &lt;/blockquote&gt;  &lt;h6&gt;Bedürfniserfüllung als Zweck von Partnerschaft&lt;/h6&gt;  &lt;p&gt;Wenn jemand ohne Zwang sich mit jemandem anderes zusammentut, dann zu einem Zweck. Welcher könnte das sein? Unabhängig davon, wie es sich nach außen darstellt, im Innern der Partner geht es immer darum, dass sie sich erhoffen, durch die Partnerschaft einige ihrer Bedürfnisse besser befriedigen zu können.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Welche das sind, ist von Menschn zu Menschn verschieden. Der eine Sucht in der Partnerschaft Sicherheit, der andere Wachstum, der nächste Anregung usw.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Partnerschaft hat damit zwei Grundsätze: Was immer entschieden und dann getan wird,…&lt;/p&gt;  &lt;ol&gt;   &lt;li&gt;…soll dem äußeren Zweck der Partnerschaft dienen&lt;/li&gt;    &lt;li&gt;…soll im Einklang mit den persönlichen Bedürfnissen der Partner stehen&lt;/li&gt; &lt;/ol&gt;  &lt;p&gt;Und wie stellen die Partner fest, ob ihre Bedürfnisse erfüllt werden? Das fühlen sie. Gefühle sind die Gradmesser für Bedürfnisse und ihre Befriedigung. Sind die Gefühle schlecht, dann sind Bedürfnisse noch unerfüllt; sind sie gut, dann sind Bedürfnisse befriedigt.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Darüber lässt sich im Grunde nicht streiten. Sobald alle relevanten Wahrnehmungen vollständig und korrekt sind – oder anders: wenn offen und ehrlich kommuniziert wird –, tut man gut daran, Gefühle erstmal zu akzeptieren.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Fehlen hingegen noch Daten oder ihr korrektes Verständnis – auch das lässt sich nur über Kommunikation ermitteln –, kann es zu unangemessenen Gefühlen kommen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Beispiel: Er ist eifersüchtig, weil sie in letzter Zeit später als gewöhnlich von der Arbeit kommt und irgendwie fadenscheinige Begründungen liefert. Sein Bedürfnis nach Nähe/Verbindung und/oder Sicherheit ist damit nicht befriedigt. Allerdings fehlt ihm eine Information, nämlich die, dass sie für ihn heimlich einen Tanzkurs besucht, um ihm bei der nächsten Einladung zu einem Fest eine Überraschung mit unerwartetem Tanzspaß zu bereiten.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Seine Gefühle sind verständlich und subjektiv “richtig” – aber sie beruhen auf einem Missverständnis und sind somit “objektiv” unangemessen.&lt;/p&gt;  &lt;h6&gt;Konsent als Basis&lt;/h6&gt;  &lt;p&gt;Wie lassen sich nun in solch gewaltfreier und auf Bedürfniserfüllung gegründeter Beziehung Entscheidungen finden?&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Autokratie verbietet sich – außer in Ausnahmefällen. Autokratie ist gewaltvoll, da sie ihre Entscheidungen auch gegen den Willen von Nicht-Entscheidern durchsetzt. In der Autokratie ist nur der Entscheider frei.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Wie ist es aber mit der Demokratie? Die hat sich doch zum Ziel gesetzt, alle gleich zu berechtigen bei Entscheidungen. Entspricht sie damit nicht dem Geist von Partnerschaft?&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Oberflächlich betrachtet, ja. Aber ich habe inzwischen meine Zweifel, ob Demokratie wirklich, wirklich passend ist, allemal in Zweierbeziehungen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Mein Hauptargument: Bedürfnisse werden entweder überstimmt, d.h. sie interessieren nicht. Das ist höchst unbefriedigend für die überstimmten Partner. Oder Bedürfnisse bzw. ihre Gefühle werden verhandelt, weil ein Konsens angestrebt wird. Das scheint mir ihrer Natur zu widersprechen und Manipulationen Tür und Tor zu öffnen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Demokratie dient für mich damit nur sehr bedingt und indirekt dem zweiten Grundsatz von Partnerschaften. Oder gar: Demokratie übt Gewalt aus über die, die überstimmt wurden. (Zwar gehört es zur Mitgliedschaft in einer demokratischen Organisation, freiwillig die Freiheit aufzugeben, sich dem Mehrheitsbeschluss zu widersetzen, doch wenn es um Gefühle und Bedürfnisse geht… dann ist es immer ungewiss, ob Menschen sich solchen Versprechen wirklich verpflichtet fühlen. Die ewige Aktualität des Themas ehelicher Treue ist dafür das beste Zeugnis.)&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Autokratie widerspricht Partnerschaft ganz offensichtlich. Demokratie steht auch nicht 100% in der Linie mit Partnerschaft. Was nun? Konsent to the rescue ;-)&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Ja, ich meine wirklich, dass Konsent von großer Hilfe für die Entscheidungsfindung in jeder Art von Partnerschaft ist. Oder zugespitzt: ohne Konsent geht es gar nicht. Meine Argumente:&lt;/p&gt;  &lt;ol&gt;   &lt;li&gt;Konsent fördert die Kommunikation. Das ist gut, um Missverständnisse zu vermeiden, d.h. angemessene Gefühle entstehen lassen zu können. Kein Dissent, ohne Erklärung. Autokratie will keine Kommunikation, Demokratie braucht keine Kommunikation, aber Konsent kommt nicht ohne aus.&lt;/li&gt;    &lt;li&gt;Konsent erkennt Gefühle an und überträgt die Verantwortung für sie auf den, der sie hat. Ist das Gefühl schlecht in Bezug auf eine Entscheidung, dann heißt es “Konsent verweigern und drüber reden”. Konsent dient damit unmittelbar auch dem zweiten Grundsatz von Partnerschaften.&lt;/li&gt;    &lt;li&gt;Konsent versucht nicht, Gefühle vor dem Hintergrund eines Ideals von Harmonie (Konsens) zu manipulieren; Konsent ist insofern unpolitisch. Stattdessen setzt Konsent Gefühle/Bedürfnisse nur in Bezug zu anerkannten Grundsätzen (deren Gestaltung allen Partnern in Freiheit obliegt). Das bedeutet nicht, dass Konsententscheidungen keinen Kompromis darstellen können. Der wird jedoch in einem anderen Modus erreicht als bei der Demokratie.&lt;/li&gt; &lt;/ol&gt;  &lt;p&gt;Konsent ist schwieriger und zugleich einfacher als Demokratieentscheidungen. Schwieriger, weil am Anfang (und auch danach immer wieder) Klarheit über gemeinsame und persönliche Grundsätze hergestellt werden muss. Dafür ist Wille zu bewusstem Leben und reflektiertem/reflektierendem Umgang miteinander nötig. Das mag nicht jeder, das ist für manche mühsam. Aber es hilft nichts. Ohne solche Klarheit kann Partnerschaft nicht ihren beiden allgemeinen Basisgrundsätzen folgen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Leichter ist Konsent dann jedoch, wenn Klarheit über die Grundsätze herrscht. Statt belastender Unterlegenheit oder mühsamer Konsensfindung kann mit Leichtigkeit jede Entscheidung auf Übereinstimmung nur mit den Grundsätzen geprüft werden. Eine Selbst- oder Fremdmanipulation von Gefühlen ist nicht nötig.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Konsent ist damit die Entscheidungsform, ohne die ich echte Partnerschaft in Gewaltfreiheit und zur allseitigen Bedürfnisbefriedigung nicht mehr denken kann.&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1497790043332144409-5709742709697984405?l=soziokratie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://soziokratie.blogspot.com/feeds/5709742709697984405/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://soziokratie.blogspot.com/2010/11/keine-partnerschaft-ohne-konsent.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1497790043332144409/posts/default/5709742709697984405'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1497790043332144409/posts/default/5709742709697984405'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://soziokratie.blogspot.com/2010/11/keine-partnerschaft-ohne-konsent.html' title='Keine Partnerschaft ohne Konsent'/><author><name>Ralf Westphal - One Man Think Tank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05225416366856069349</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_BjSNSdXBvLg/S9x6zIp__pI/AAAAAAAAAiA/d3UYJcjZQNQ/S220/RalfWestphal-Picture_small.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1497790043332144409.post-1246293466163969200</id><published>2009-12-21T08:25:00.003+01:00</published><updated>2009-12-21T08:48:33.462+01:00</updated><title type='text'>Guerilla-Soziokratie</title><content type='html'>Wer sich für Soziokratie interessiert, ist gerade am Anfang oft allein in seiner Organisation. Das kann sehr frustrierend sein. Denn wie soll eine Person eine ganze Organisation dazu bewegen, sich auf die Soziokratie einzulassen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber auch wenn es schon eine kleine Gruppe gibt, die sich in einer Organisation mit Soziokratie beschäftigt, ist der Weg zu ihrer Einführung nicht immer klar. Womit beginnen? Muss die Organisationsleitung erst zustimmen, bevor es losgehen kann?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es mag zwar vorteilhaft sein, wenn Soziokratie Unterstützung "aus der Chefetage" erhält und für einen endgültigen Umstieg ist das auch unverzichtbar. Doch losgehen kann es viel einfacher. Jeder, der sich mit den soziokratischen Prinzipien identifiziert, kann beginnen, sie in eine Organisation einzuführen. Jeder kann sozusagen ein Guerillakämpfer für die Soziokratie sein und "unter dem Radar" der Organisationsleitung operieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Solche Guerilla-Soziokratie beginnt mit eigenen Verhaltensänderungen. Jede (Grundsatz-)Entscheidung, an der ein Soziokratie-Interessierter teilnimmt, hat z.B. das Potenzial, in einen Konsent-Prozess transformiert zu werden. Dazu kann jeder beitragen. Ist ein solcher Prozess dann erfolgreicher als die üblichen Entscheidungen und der Guerilla-Soziokrat kann diesen Erfolg wiederholen, dann entsteht langsam ein Muster. Darauf kann verwiesen werden, um die Idee weiter zu verbreiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.sociocracy.info/"&gt;Sharon Villines&lt;/a&gt;, Mitautorin von &lt;a href="http://www.amazon.de/We-People-John-Jr-Buck/dp/0979282705"&gt;"We the People"&lt;/a&gt;, hat einen kleinen Leitfaden für solche Guerilla-Soziokratie zusammengestellt: &lt;a href="http://www.sociocracy.info/applyingprinciples.html"&gt;http://www.sociocracy.info/applyingprinciples.html&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viel Erfolg beim Anwenden!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1497790043332144409-1246293466163969200?l=soziokratie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://soziokratie.blogspot.com/feeds/1246293466163969200/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://soziokratie.blogspot.com/2009/12/guerilla-soziokratie.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1497790043332144409/posts/default/1246293466163969200'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1497790043332144409/posts/default/1246293466163969200'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://soziokratie.blogspot.com/2009/12/guerilla-soziokratie.html' title='Guerilla-Soziokratie'/><author><name>Ralf Westphal - One Man Think Tank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05225416366856069349</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_BjSNSdXBvLg/S9x6zIp__pI/AAAAAAAAAiA/d3UYJcjZQNQ/S220/RalfWestphal-Picture_small.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1497790043332144409.post-7523389863779295026</id><published>2009-08-25T13:54:00.001+02:00</published><updated>2009-08-26T08:04:32.675+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Terminologie'/><title type='text'>Konsent</title><content type='html'>&lt;p&gt;Soziokratische Kreise entscheiden im Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt;. Das ist eine der vier Säulen, auf der die Soziokratie ruht.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; ist kein ursprünglich deutsches Wort, so dass dieser Entscheidungsprozess erklärungsbedürftig ist. Das Englische kennt zwar &lt;em&gt;consent&lt;/em&gt; als Einwilligung oder Übereinstimmung, doch auch mit solcher Übersetzung ist das Besondere von Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt;entscheidungen nicht eingefangen.&lt;/p&gt;  &lt;h3&gt;Bekannte Entscheidungsprozesse&lt;/h3&gt;  &lt;p&gt;Bekannt und verbreitet sind autokratische und demokratische Entscheidungsprozesse.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Die &lt;strong&gt;Autokratie&lt;/strong&gt; kennt keine Gruppenentscheidungen. In ihr entscheidet einer und viele beugen sich der Entscheidung. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Die &lt;strong&gt;Demokratie&lt;/strong&gt; hingegen gibt einer Gruppe Entscheidungshoheit und definiert als Entscheidungskriterium die Stimmenzahl. Überschreitet die Zahl der Stimmen für eine zur Wahl stehende Option ein definiertes Mindestmaß, gilt die Entscheidung zugunsten der Option getroffen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Demokratie basiert damit auf Zustimmung. Ausschlag geben positive Stimmen für Optionen. Wie eine Gruppe zu einer entscheidenden Zahl an Stimmen kommt, ist allerdings nicht Sache der Demokratie.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Üblicherweise geht der demokratischen Abstimmung daher ein Konsen&lt;em&gt;s&lt;/em&gt;prozess voran. Sein Ziel ist es, die Positionen der Gruppenmitglieder so zu verändern, dass sie ihre Stimmen zu einer kritischen Masse auf einer Option vereinen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;In der Autokratie zählt also keine Stimme, in der Demokratie nur die positive Stimme, die Zustimmung.&lt;/p&gt;  &lt;h3&gt;Kritik der Demokratie&lt;/h3&gt;  &lt;p&gt;Demokratische Entscheidungen brauchen Zustimmung. Je mehr, desto besser. Breit akzeptiert ist jedoch, dass schon die einfache Mehrheit (1 Stimme mehr als die Hälfte der Zahl der Abstimmungsberechtigen) ausreicht, um einer Option den Zuschlag zu geben.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Was bedeutet es dann aber, wenn von 100% Wahlberechtigten nur 77% ihr Recht wahrnehmen und von denen sich 51% für eine Option entscheiden? Dann hat zwar eine bei der Wahl anwesende absolute Mehrheit entschieden – doch die repräsentiert nur rund 39% der Wahlberechtigten. Trotz demokratischem Prozess ist die Entscheidung dann von einer Minderheit gefällt worden; 61% haben ihr nicht zugestimmt.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Enthaltungen, die jederzeit ohne Angabe von Gründen möglich sind, verringeren also die Zahl der absolut nötigen Zustimmungen für eine Entscheidung. Sie sind quasi stillschweigende Zustimmungen zu wasimmer die übrig bleibende Mehrheit entscheidet. Enthaltungen können gem. der Übersetzung daher als &lt;em&gt;consent&lt;/em&gt; im bisherigen Sinn angesehen werden.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Darüber hinaus ist Zustimmung in der Demokratie nicht zu qualifizieren. Es genügt, zuzustimmen. Die Gründe sind dem demokratischen Entscheidungsprozess einerlei. Auch das macht die Begünstigung von Minderheitsentscheidungen durch Enthaltung deutlich. Und es motiviert politische Händel im Konsen&lt;em&gt;s&lt;/em&gt;prozess, die unterhalb des Radars des Entscheidungsprozesses bleiben.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Ohne Begrenzung der Enthaltungen und ohne Einfluss auf den Konsen&lt;em&gt;s&lt;/em&gt;prozess läuft die Demokratie Gefahr, ihrem Anspruch nicht gerecht zu werden. Weder repräsentieren ihre Entscheidungen notwendig die Mehrheit der Wahl&lt;em&gt;berechtigten&lt;/em&gt;, noch orientieren sich ihre Entscheidungen notwendig an der Sache.&lt;/p&gt;  &lt;h3&gt;Umwertung des Entscheidungskriteriums&lt;/h3&gt;  &lt;p&gt;Der Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; tritt an, die Schwachstellen der Demokratie als Entscheidungsprozess auszubessern. Sein radikaler Ansatz ist dabei die Umwertung dessen, was entscheidungsrelevant ist:&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Im Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; ist nicht die Zustimmung das Entscheidungskritterium, sondern der Widerstand&lt;/strong&gt;, die Ablehnung.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Eine Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt;entscheidung fällt nicht durch Zählen von Zustimmungen zu Entscheidungsoptionen. Sie gilt vielmehr als solange noch nicht getroffen, wie es auch nur eine Gegenstimme gibt.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Damit adressiert der Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; die Schwachstelle Enthaltung in der Demokratie. Er macht ganz deutlich, dass jede einzelne Gegenstimme zählt. &lt;strong&gt;Das heißt, Konsent stärkt das Individuum.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;In der Demokratie zählt die Menge; nur viele Individuen vereint im Konsen&lt;em&gt;s&lt;/em&gt; können den Entscheidungsprozess beeinflussen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Im Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; ist es hingegen die einzelne Stimme, die Einfluss ausübt. Allerdings wirkt sie aus Sicht der Demokratie in entgegengesetzter Richtung:&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;In der Demokratie bezieht sich Einfluss auf die Entscheidung, im Konsent auf die “Nicht-Entscheidung”.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;In der Demokratie muss Entscheidung mit Mehrheit herbeigeführt werden. Im Kosen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; “passiert Entscheidung”, sobald es keinen Widerstand mehr gibt.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Dieser Unterschied mag wie Haarspalterei klingen, er ist es aber nicht. Er ist aus mehreren Gründen groß:&lt;/p&gt;  &lt;ul&gt;   &lt;li&gt;Wenn jede einzelne Gegenstimme zählt, dann ist das eine viel größere Motivation, das Recht auf Gegenstimme auch auszuüben. &lt;strong&gt;Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; verspricht damit eine größere Wahlbeteiligung.&lt;/strong&gt; &lt;/li&gt;    &lt;li&gt;Es ist kein Konsen&lt;em&gt;s&lt;/em&gt;prozess mehr nötig und auch nicht möglich. Selbst wenn eine Mehrheit aufgrund von Konsen&lt;em&gt;s&lt;/em&gt; zustimmend schweigt, ist das keine Garantie für eine Entscheidung in ihrem Sinne. &lt;strong&gt;Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; verspricht damit eine größere Konzentration auf die Sache, weil politisches Taktieren zur Bildung von Mehrheiten keinen Einfluss auf Entscheidungen hat.&lt;/strong&gt; &lt;/li&gt; &lt;/ul&gt;  &lt;h3&gt;Herrschaft des Arguments&lt;/h3&gt;  &lt;p&gt;Die radikale Umwertung des Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; kann allerdings nur funktionieren, wenn der Widerstand qualifiziert ist. Wo der Demokratie die Gründe für Zustimmungen egal sind, da legt der Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; Wert auf die Begründung. Widerstände müssen daher erklärt werden, sie müssen Substanz haben.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Würde der Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; einfach nur nicht entscheiden, solange noch eine Stimme dagegen ist, wäre wieder der Beeinflussung abseits der Sache Tür und Tor geöffnet.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; lässt die Gegenstimme jedoch nicht unbefragt. Er will wissen, was der Grund für den Widerstand stand ist. Zur Gegenstimme gehört also auch ein Argument.&lt;/strong&gt; Wer Widerstand leistet, muss erklären können, warum. Die Soziokratie sagt daher auch von sich, sie führe zur &lt;em&gt;Herrschaft des Arguments&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Das ist womöglich sogar der zentrale Unterschied zwischen Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; und Demokratie: &lt;strong&gt;bei der Demokratie geht es um die Herrschaft der Mehrheit, beim Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; um die Herrschaft des Arguments.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Dort anonyme Stimmkarten oder Kreuze, hier persönlich vertretene Argumente.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; ist nicht naiv und lässt sich von beliebigen Gegenstimmen dominieren. Einwände müssen Substanz haben, sie müssen sich auf die Sache beziehen. &lt;a href="http://soziokratie.blogspot.com/2009/06/vom-wert-der-emotionen.html" target="_blank"&gt;Ausgangspunkt mögen dabei Emotionen sein&lt;/a&gt; – am Ende jedoch ist Widerstand in der Sache bzw. im Fundament einer Gruppe zu gründen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Nicht nur fördert Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; dadurch sachorientierte Diskussion, er verspricht auch, effizienter als Demokratie zu sein.&lt;/strong&gt; Demokratischer Konsen&lt;em&gt;s&lt;/em&gt; kann sehr langwierig sein – und am Ende nur zu einer Entscheidung für das Mittelmaß führen. Demokratie muss sozusagen erst Entscheidungskraft aufbauen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; hingegen ist aus dem Stand heraus entscheidungsfähig. Sobald es keinen begründeten Einwand mehr gibt, ist entschieden. Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; braucht keine Kraft aufzubauen, sondern nur Widerstand auszuräumen. Das ist ein positiver Unterschied in zweierlei Hinsicht:&lt;/p&gt;  &lt;ul&gt;   &lt;li&gt;Es ist leichter, einen begründeten Einwand zu diskutieren als viele Meinungen unter einen Hut zu bringen. &lt;/li&gt;    &lt;li&gt;Es ist leichter, keinen begründeten Einwand zu haben als zuzustimmen. &lt;strong&gt;Die persönliche Befriedigung durch Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt;entscheidung ist damit höher als durch demokratische. Niemand muss sich einer Mehrheit unterlegen fühlen&lt;/strong&gt;, denn jeder kann jederzeit ein Gegenargument vortragen. &lt;/li&gt; &lt;/ul&gt;  &lt;h3&gt;Der Entscheidungsraum&lt;/h3&gt;  &lt;p&gt;Um den Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt;-Entscheidungsprozess zu verstehen, hilft es, sich ein Bild zu machen. Was sollen Entscheidungen eigentlich leisten? Sie sollen einen Weg von einem gegebenen Punkt zu einem Ziel wählen. Oder Sie sollen überhaupt einen Zielpunkt bestimmen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Beispiele dafür bietet das tägliche Leben reichlich:&lt;/p&gt;  &lt;ul&gt;   &lt;li&gt;Eine Familie will sich für ein Urlaubsziel entscheiden. Mallorca und Norwegen stehen als Optionen auf der Liste. &lt;/li&gt;    &lt;li&gt;Ein Unternehmen hat als Ziel eine Gewinnsteigerung von 5% im nächsten Fiskaljahr. Auf welchem Weg soll sie erreicht werden? Als Optionen stehen Preisanhebung, Steigerung der Automatisation (natürlich von einem externen Berater vorgeschlagen) und eine neue Marketingkampagne zur Wahl. &lt;/li&gt;    &lt;li&gt;Ein Verein hat das Ziel, attraktiver für neue Mitglieder zu werden. Wie kann das am besten erreicht werden? Soll das Vereinshaus attraktiver gestaltet oder der Mitgliedsbeitrag gesenkt werden? Oder wären mehr Kennenlernabende der beste Weg? &lt;/li&gt; &lt;/ul&gt;  &lt;p&gt;Entscheidungen sind die Grundlage für Veränderungsprozesse in einem Zustandsraum:&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh6.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SpPQ8ieQtlI/AAAAAAAAAWc/ncjZeSHCFPI/s1600-h/image5.png"&gt;&lt;img title="image" style="border-top-width: 0px; display: inline; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px" height="164" alt="image" src="http://lh4.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SpPQ9Oi85yI/AAAAAAAAAWg/zhAwB6fTCaE/image_thumb1.png?imgmax=800" width="244" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Der Demokratie ist es einerlei, welches Ziel im grundsätzlichen Gebiet aller Möglichkeiten ausgewählt oder welcher Weg zu einem gegebenen Ziel eingeschlagen wird. Solange sich die Mehrheit dafür ausspricht, soll es so sein. Für die Demokratie gibt es also keine Grenzen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Anders beim Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt;! Der Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; sieht sowohl den Möglichkeitenraum wie auch die Wege zu einem Ziel begrenzt. Für den Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; gibt es einen fundamentalen Entscheidungsraum, in dem Ziele gewählt werden können:&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh4.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SpPQ9a6f7HI/AAAAAAAAAWk/-U3H_u9D-o0/s1600-h/image8.png"&gt;&lt;img title="image" style="border-top-width: 0px; display: inline; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px" height="129" alt="image" src="http://lh3.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SpPQ9qPNzRI/AAAAAAAAAWo/vxjOZX61cnc/image_thumb2.png?imgmax=800" width="244" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Zu gegebenen Zielen führen dann Entscheidungsgassen, in denen sich konkrete Entscheidungen bewegen müssen:&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh6.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SpPQ9za7cYI/AAAAAAAAAWs/W70D5s0n-jU/s1600-h/image14.png"&gt;&lt;img title="image" style="border-top-width: 0px; display: inline; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px" height="122" alt="image" src="http://lh5.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SpPQ-Q3IB6I/AAAAAAAAAWw/YDPrhmN1ayE/image_thumb4.png?imgmax=800" width="244" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Einwände sind für den Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; nun dann begründet, wenn sie zeigen können, dass sich ein Ziel außerhalb des Entscheidungsraums oder ein Weg zu einem Ziel außerhalb einer Entscheidungsgasse liegt:&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh6.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SpPQ-ulsaZI/AAAAAAAAAW0/5AOBZciiDi8/s1600-h/image23.png"&gt;&lt;img title="image" style="border-top-width: 0px; display: inline; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px" height="164" alt="image" src="http://lh4.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SpPQ-4gRXNI/AAAAAAAAAW4/_Nu5ZGvO5Lg/image_thumb7.png?imgmax=800" width="244" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh3.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SpPQ_dsutBI/AAAAAAAAAW8/8vd_rgloUrY/s1600-h/image26.png"&gt;&lt;img title="image" style="border-top-width: 0px; display: inline; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px" height="130" alt="image" src="http://lh4.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SpPQ_vxu0EI/AAAAAAAAAXA/nGaurLhMw3o/image_thumb8.png?imgmax=800" width="244" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;  &lt;h3&gt;Grundsätze&lt;/h3&gt;  &lt;p&gt;Wenn begründete Einwände sich auf Grenzen von Entscheidungsräumen und –gassen beziehen müssen, wie sehen dann diese Grenzen aus?&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Grundsätze sind die Grenzen für Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt;-Entscheidungen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Gruppen, die im Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; entscheiden wollen, brauchen ein Fundament, auf dem sie stehen können. Vor Entscheidungen in einer Sache müssen sie sich daher eigentlich zunächst auf einer höheren Ebene entscheiden, wie der Rahmen für zukünftige Entscheidungen sein soll.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Um Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; von der ersten Entscheidung an aber möglich zu machen, kann die Grundsatzfindung auch während der Diskussion von Widerständen stattfinden. Je grundsätzlich einiger sich eine Gruppe ist, desto eher funktioniert das.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Im Allgemeinen gilt jedoch: Grundsätze sollten vor konkreten Entscheidungen feststehen, um sich mit begründeten Einwänden für alle verständlich darauf beziehen zu können.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Beispiele für Grundsätze aus dem Alltag:&lt;/p&gt;  &lt;ul&gt;   &lt;li&gt;Eine Familie hat in Bezug auf Urlaube die Grundsätze, dass die Reise mit dem Wohnmobil möglich sein sollte und dass am Urlaubsort immer auch die Gelegenheit sein sollte, in einem Restaurant essen gehen zu können. &lt;/li&gt;    &lt;li&gt;Eine Firma hat als Grundsätze, ihre Produkte für jeden erschwinglich zu halten, Qualität durch Handarbeit zu liefern und nicht bei jeder Mode mitzumachen. &lt;/li&gt;    &lt;li&gt;Ein Verein hat als Grundsätze die Förderung der Jugend und ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis; außerdem fühlt er sich der Tradition verpflichtet.&lt;/li&gt; &lt;/ul&gt;  &lt;p&gt;Sobald solche Grundsätze allen Gruppenmitgliedern klar sind, kann jeder für sich überlegen, ob Entscheidungsoptionen ihnen widersprechen oder nicht. Ist ein Widerspruch erkannt, sollte ein begründeter Einwand erhoben und damit eine Entscheidung gestoppt werden, bis die Gruppe mit diesem Einwand angemessen umgegangen ist. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Angemessener Umgang bedeutet, dass entweder gezeigt werden kann, dass doch keine Überschreitung der Grenzen vorliegt, der Einwand also nicht begründet ist. Oder der Einwand bezieht sich nicht wirklich auf einen Grundsatz.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Falls der Einwand jedoch begründet ist, ist die Entscheidungsoption anzupassen. Sie ist so zu verändern, dass sie&amp;#160; zumindest in Bezug auf den Einwand innerhalb der Grundsätze zu liegen kommt.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Eine dritte Möglichkeit besteht darin zu erkennen, dass der Einwand auf einen bisher noch nicht bedachten Grundsatz hinweist oder auf die Anpassung eines existierenden. Das ist gerade dann zu erwarten, wenn eine Gruppe beginnt, Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt;-Entscheidung zu fällen, ohne vorher ihr Fundament geklärt zu haben.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Exemplarisch hier einige Einwände in Bezug auf die obigen Beispielszenarien:&lt;/p&gt;  &lt;ul&gt;   &lt;li&gt;In der Familie wird als Einwand gegen den Urlaub in Spanien erhoben, dass man dort nur schwer mit dem Wohnmobil hinkäme. Die Fahrt sei lang und nach Mallorca auch eine Fährfahrt nötig. Das ist ein Einwand, der sich klar auf einen Grundsatz bezieht; hinter ihm steht die Meinung, dass der Grundsatz “mit dem Wohnmobil erreichbar” auch eine gewisse Bequemlichkeit oder maximale Reisezeit beinhaltet. Das ist ernst zu nehmen und zu klären, wo die “Belastungsgrenzen” für den Einwändenden liegen. &lt;/li&gt;    &lt;li&gt;Im Unternehmen wird der Vorschlag zur Automatisation schnell mit dem begründeten Einwand abgewehrt, sie passe so gar nicht zum Grundsatz der Handarbeit am Produkt. Der Einwand gegen die neue Marketingkampagne jedoch ist nicht so einfach mit einem Bezug auf den Grundsatz, nicht jede Mode mitmachen zu wollen, zu begründen. Ein neues Marketing bedeutet nicht auch gleich, sich einer Modeerscheinung zu unterwerfen. Hier ist vielleicht der Grundsatz zu verfeinern oder die Marketingkampage besser zu beschreiben. &lt;/li&gt;    &lt;li&gt;Der Vorschlag, das Vereinshaus neu zu streichen, trifft auf Widerstand, der sich auf die Tradition beruft. Es habe schon immer so ausgesehen und stelle – gerade mit blasser gewordener Farbe – eine Denkmal der Vereinstradition dar. Nach einiger Diskussion stellt sich jedoch heraus, dass es dem Einwändenden gar nicht wirklich darum geht, die blasse Farbe zu erhalten, sondern keine Mühe mit dem Neuanstrich zu haben. Er hatte angenommen, dass Neuanstrich auch Eigenleistung von Vereinsmitgliedern erfordert. Diese Furcht kann der Vorstand ausräumen – geht aber noch weiter, indem er vorschlägt, einen neuen Grundsatz einzuführen: Vereinsmitglieder sollen nicht zu Eigenleistungen herangezogen werden bei baulichen Veränderungen am Vereinshaus. Darüber ist separat wiederum im Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; zu entscheiden. &lt;/li&gt; &lt;/ul&gt;  &lt;p&gt;Im Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; stimmt also zu, wer keine Kollision einer Entscheidungsoption mit existierenden Grundsätzen wahrnimmt. Umgekehrt ist jeder “zum Widerstand aufgerufen”, der meint, eine solche Kollision zu sehen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt;-Prozess geht sogar soweit, jeden Wahlberechtigten ausdrücklich zu fragen, ob er einen Einwand hätte. So wird sichergestellt, dass niemand sich übergangen oder “untergebuttert” fühlt.&lt;/strong&gt; Jeder soll bewusst Gelegenheit zum Einwand bekommen.&lt;/p&gt;  &lt;h3&gt;Vorläufigkeit&lt;/h3&gt;  &lt;p&gt;Einzelne Entscheidungen können im Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; getroffen werden. Noch effektiver ist Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; jedoch, wenn er häufiger durchlaufen wird, d.h. wenn sich Gruppen periodisch und absehbar immer wieder zu Entscheidungsrunden zusammenfinden.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Einzelne Entscheidungen verlieren dann ihren Nimbus der Unumstößlichkeit. Wenn zum Zeitpunkt der Entscheidung klar ist, dass die Gruppe in 4 Wochen oder 3 Monaten wieder zusammenkommt, dann sinkt der Druck, sich hier und heute absolut klar darüber zu sein, ob man nicht doch vielleicht einen substanziellen Einwand hat.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wo das Versprechen existiert, in absehbarer Zeit einen bis dahin gereiften Einwand vortragen zu können, da kann heute viel leichter damit gelebt werden, nicht zuzustimmen – aber eben auch keinen Einwand zu haben.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Periodische, verlässliche Entscheidungsrunden senken den Entscheidungsdruck durch eine implizite Vorläufigkeit aller Entscheidungen. Sie gelten eben immer nur uneingeschränkt bis zum nächsten Einwand.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mit Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; sind Gruppen viel dynamischer. Sie können sich schneller inneren und äußeren Änderungen leichter anpassen.&lt;/strong&gt; Einwände erheben und diskutieren ist einfacher als Konsen&lt;em&gt;s&lt;/em&gt; herzustellen bzw. zu verändern.&lt;/p&gt;  &lt;h3&gt;Fazit&lt;/h3&gt;  &lt;p&gt;Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; ist eine effiziente und effektive Alternative zur Demokratie, wenn Gruppenentscheidungen gefragt sind.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Indem Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; nicht fragt, “Bist du dafür?”, sondern “Hast du einen schwerwiegenden, auf die Sache bezogenen Einwand?” werden Entscheidungen schneller gefällt und sind am Ende auch tragfähiger. Der Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; hört jedem zu.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Probieren Sie es aus! Das kann beim Familieneinkauf im Supermarkt oder in der Gruppensitzung am Arbeitsplatz geschehen. Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; ist leer, d.h. er eignet sich für Entscheidungen in jedem Themengebiet.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Suchen Sie den Widerstand und nicht die Zustimmung der anderen. Das verändert vieles. Macht es leichter, voran zu kommen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Ein nicht zu unterschätzender Gewinn von Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; ist auch, dass sich alle Beteiligten viel klarer über ihre persönlichen Grundsätze werden. Die Selbsterkenntnis des Einzelnen steigt und auch die der Gruppe. “Warum tun wir, was wir tun und wie wir es tun?” Diese Frage hilft Konsen&lt;em&gt;t&lt;/em&gt; zu beantworten – und macht damit zufriedener und sicherer.&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1497790043332144409-7523389863779295026?l=soziokratie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://soziokratie.blogspot.com/feeds/7523389863779295026/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://soziokratie.blogspot.com/2009/08/konsent.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1497790043332144409/posts/default/7523389863779295026'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1497790043332144409/posts/default/7523389863779295026'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://soziokratie.blogspot.com/2009/08/konsent.html' title='Konsent'/><author><name>Ralf Westphal - One Man Think Tank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05225416366856069349</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_BjSNSdXBvLg/S9x6zIp__pI/AAAAAAAAAiA/d3UYJcjZQNQ/S220/RalfWestphal-Picture_small.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh4.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SpPQ9Oi85yI/AAAAAAAAAWg/zhAwB6fTCaE/s72-c/image_thumb1.png?imgmax=800' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1497790043332144409.post-6033211750924294351</id><published>2009-06-28T00:25:00.001+02:00</published><updated>2009-06-28T00:25:48.282+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemeines'/><title type='text'>Vom Wert der Emotionen</title><content type='html'>&lt;p&gt; Immer wieder bemühen sich Organisationen, Entscheidungen emotionslos zu fällen. In Diskussionen sollen Emotionen zurückgehalten werden, um Konflikte zu vermeiden. &lt;img title="image" style="border-right: 0px; border-top: 0px; display: inline; margin-left: 0px; border-left: 0px; margin-right: 0px; border-bottom: 0px" height="127" alt="image" src="http://lh5.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SkacYfztMkI/AAAAAAAAAR0/nXWksJxs3c0/image%5B14%5D.png?imgmax=800" width="94" align="left" border="0" /&gt;Wo kämen wir auch hin, wenn jeder ständig seinen Gefühlen nicht nur nachgehen, sondern auch noch Ausdruck verleihen würde? Rationalität ist das Gebot der Entscheidungsstunde. Außerhalb privater Beziehungen wird auf Emotionslosigkeit immer wieder als kleinstem gemeinsamem Nenner und Fundament für das gemeinschaftliche Aus- und Vorankommen verwiesen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Die Soziokratie scheint nun auch in dieses Horn zu stoßen, wenn sie eine “Herrschaft des Arguments” aufrichten will. Denn &lt;strong&gt;Emotionen sind keine Argumente&lt;/strong&gt;, d.h. keine &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Argument" target="_blank"&gt;“Beweismittel”&lt;/a&gt;. Mit ihnen lässt sich keine These belegen. Wenn als Entscheidung in einem Verein ansteht, den Mitgliedsbeitrag zu erhöhen, dann belegt ein Unwohlsein bei einigen Mitglieder nichts. Ärger, der hinter einem Ausruf wie “Eine Beitragserhöhung lehne ich kategorisch ab!” stehen mag, ist keine These und begründet auch keine.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Sollen Organisationen damit nun endlich durch Soziokratie in einem kalten Computerzeitalter ankommen? Sollen Menschen zwar in einem Kreis sitzen, aber gefälligst ihre Gefühle außen vor lassen?&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Das Gegenteil ist der Fall!&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Emotionen sind zwar selbst keine Argumente – doch die Soziokratie schätzt sie sehr. Abgesehen von der Unmöglichkeit, seine Emotionen außen vor zu lassen, sind Emotionen wertvolle Indikatoren. Gemeint sind hier natürlich negative Emotionen oder allgemeiner negative Empfindungen. Positive stehen Entscheidungen selten im Wege.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;img title="image" style="border-right: 0px; border-top: 0px; display: inline; margin-left: 0px; border-left: 0px; margin-right: 0px; border-bottom: 0px" height="117" alt="image" src="http://lh4.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SkacY6NiZKI/AAAAAAAAAR4/y0SB1I7QVTo/image%5B19%5D.png?imgmax=800" width="154" align="right" border="0" /&gt; Ärger, Wut, Enttäuschung, Neid, Eifersucht, Unsicherheit, Trauer… das alles fühlt sich nicht schön an. Nichtsdestotrotz führen Entscheidungssituationen immer wieder dazu, dass wir so empfinden. Daran können wir kaum etwas ändern. Also sollten wir das beste daraus machen. &lt;strong&gt;Statt negative Empfindungen zu verdrängen oder zu ignorieren, sollten wir esser konstruktiv mit ihnen umgehen.&lt;/strong&gt; Genau das tut die Soziokratie.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Autokratie interessiert sich gewöhnlich nicht für die Empfindungen von Befehlsempfängern. Demokratie zählt Stimmen – egal, wie die zustandekommen; wenn ein Konsensprozess die Emotionen kochen lässt, dann ist der Demokratie das egal. Es ist nicht ihr Thema.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Die Soziokratie hingegen verwendet viel Mühe darauf, nicht geheim, sondern immer offen jedes Kreismitglied nach seinem Standpunkt zu fragen. Auch bei Wahlen!&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Der Prozess der Konsententscheidung verläuft in Runden: &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh5.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SkacZYS1CsI/AAAAAAAAAR8/2mWTH_pYGvg/s1600-h/image%5B2%5D.png"&gt;&lt;img title="image" style="border-right: 0px; border-top: 0px; display: inline; border-left: 0px; border-bottom: 0px" height="244" alt="image" src="http://lh5.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SkacZv_IIgI/AAAAAAAAASA/4CLMeA3pXfI/image_thumb.png?imgmax=800" width="143" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;In jeder Runde haben alle Beteiligten nicht nur Gelegenheit, sich zur anstehenden Entscheidung zu äußern, sie werden sogar aktiv nach ihrer Sicht befragt. Wie sie sich dann (im Rahmen des gegenseitigen Respekts und der guten Sitten ;-) äußern dürfen, ist jedoch aus gutem Grund nicht festgelegt.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Emotionale Äußerungen sind also absolut in Ordnung und durch die persönliche Ansprache in den Runden auch sehr wahrscheinlich. Niemand soll seine Empfindungen verbergen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Der Grund dafür ist simpel: (Unreflektierte) Empfindungen sind erstens authentische Äußerungen. Damit sind sie untrennbar von den Menschen, die in einem Kreis sitzen, der ihnen dienen soll. Sie auszuklammern würde bedeuten, nicht vollständig am Kreis teilzunehmen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wichtiger jedoch ist das, worauf emotionale Äußerungen hinweisen können: auf gute Gründe, auf Bedürfnisse und auf Missverständnisse.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;img title="image" style="border-right: 0px; border-top: 0px; display: inline; margin-left: 0px; border-left: 0px; margin-right: 0px; border-bottom: 0px" height="128" alt="image" src="http://lh4.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SkacaFZNZFI/AAAAAAAAASE/Va7ucyO2r6w/image%5B9%5D.png?imgmax=800" width="91" align="right" border="0" /&gt; &lt;strong&gt;Missverständnisse&lt;/strong&gt; lauern überall. Sie führen quasi unweigerlich zu Konflikten. Sie möglichst schnell aufzudecken, ist also hilfreich für jede Entscheidung. Ob ein Missverständnis vorliegt, lässt sich jedoch nur schwer durch direkte Befragung ermitteln. “Wer hat noch ein Missverständnis?” in den Kreis zu fragen, ist da nicht zielführend. Viel einfacher geht es, wenn der Kreis Emotionen zulässt. Wenn dann zum Thema Vereinsbeitragserhöhung sich zunächst nur Ärger äußert, dann kann man nachhaken – und vielleicht stellt sich heraus, dass der Ärger nicht per se an einer Beitragserhöhung, sondern an einer Detail hängt, zu dem eine Fehlinformation vorliegt. Vielleicht macht nur eine Beitragserhöhung innerhalb der nächsten 6 Monate Ärger. Wenn sich dann herausstellt, dass sie erst in 12 Monaten geplant ist, ist ein Missverständnis ausgeräumt – dank emotionaler Äußerung.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Sind alle Missverständnisse ausgeräumt, stellt sich die Frage, ob Emotionen Verkleidungen für &lt;strong&gt;gute Gründe oder substanzielle Einwände&lt;/strong&gt; gegen einen Beschluss sind. Die Komplexität eines Sachverhalts oder Zeitdruck können den Blick einschränken, so dass Beschlüsse zur Diskussion gestellt werden, die gegen die Ziele eines Kreises verstoßen. Das muss nicht sofort erkennbar sein; sonst wäre ein Vorschlag ja womöglich auch gar nicht erst gemacht worden. In der Runde und durch die Diskussion mag sich jedoch der Eindruck verdichten, dass &lt;img title="image" style="border-right: 0px; border-top: 0px; display: inline; margin-left: 0px; border-left: 0px; margin-right: 0px; border-bottom: 0px" height="134" alt="image" src="http://lh3.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SkacaW_3ORI/AAAAAAAAASI/efET9Cjq1tw/image%5B24%5D.png?imgmax=800" width="134" align="left" border="0" /&gt; irgendetwas nicht mit einem Vorschlag stimmt. Das drückt sich dann zunächst in Emotionen aus. “Ich habe kein gutes Gefühl, wenn wir unser Produkt mit der neuen Eigenschaft XYZ aufmotzen.” könnte ein emotionaler Einwand in einem Unternehmenskreis sein. Natürlich fragt dann der Kreis nach. Die Empfindung darf nicht im Raum stehenbleiben. Ihr muss auf den Grund gegangen werden; ausgehend von der Emotion ist das dahinterliegende Argument zu finden. Es kann sich immer herausstellen, dass hinter einer Emotion ein gewichtiger Einwand steht: Die Eigenschaft XYZ steht im Widerspruch zum Ziel, umweltfreundliche Produkte herzustellen. In der Euphorie, eine Eigenschaft gefunden zu haben, die das Produkt aufwertet, war das nicht bedacht worden. Nicht immer können alle Beteiligten alle Ziele komplette im Auge behalten. Aber die Kreissitzungen geben die Sicherheit, dass am Ende Vorschläge von vielen Augen begutachtet und von vielen Hirnen bedacht und mit den Zielen abgestimmt werden. So auch in diesem Beispiel. Ausgehend von einer Empfindung konnte ein Abweichung festgestellt werden. Der Kreis ist der Hüter seiner Ziele. Und Emotionen sind gute Signale, die auf Zielabweichungen hindeuten können.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Ohne Missverständnis und ohne Abweichung vom Ziel kann eine negative Emotion allerdings noch in einer weiteren Hinsicht als wesentlicher Einwand gelten. Sie kann auf eine Unterspezifikation &lt;img title="image" style="border-right: 0px; border-top: 0px; display: inline; margin-left: 0px; border-left: 0px; margin-right: 0px; border-bottom: 0px" height="93" alt="image" src="http://lh3.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/Skaca_Tx2kI/AAAAAAAAASM/CEPfnByfsaE/image%5B29%5D.png?imgmax=800" width="134" align="right" border="0" /&gt; der Ziele hindeuten. Emotionen stehen für &lt;strong&gt;Bedürfnisse&lt;/strong&gt;. Und Kreise sind die Orte, um die Bedürfnisse ihrer Mitglieder zu befriedigen. Nicht unbedingt immer jedes Einzelne, aber im Rahmen eines Gesamtzwecks einer Organisation doch möglichst viele. Wenn sich eine Wohngemeinschaft soziokratisch organisiert und das Ziel “Harmonisches Zusammenleben” definiert, dann steht dem der Beschluss “Anschaffung eines Haustieres” nicht per se entgegen. Ohne Missverständnis und substanziellen Einwand in Bezug auf das definierte Ziel, kann eine emotionale Äußerung wie “Ein Haustier passt mir gar nicht in den Kram!” jedoch wesentlich und für die Gemeinschaft hilfreich sein. Warum passt dem Einwändenden ein Haustier nicht in den Kram? Weil er glaubt, damit Mühe zu haben? (Hier könnte ein Missverständnis vorliegen.) Oder sieht er dadurch die Harmonie innerhalb der Gemeinschaft gefährdet? (Hier könnte eine Zielabweichung liegen.) Nein, der Einwändende sieht ein Problem darin, dass eine immer größere Zahl von Menschen unter Tierhaarallergien leidet und es deshalb (für ihn oder andere Gemeinschaftsmitglieder) schwierig sein könnte, Partner oder Gäste einzuladen. Solche Flexibilität/Offenheit erscheint der Gemeinschaft natürlich wünschenswert. So erweitert sie ihre Zieldefinition auf “Harmonische, gastfreundliche und gesundheitsbewusste Gemeinschaft”. Sie erkennt damit an, dass das Bedürfnis nach Harmonie nicht das vordringlich bei Beschlüssen zu berücksichtigende ist.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Emotionen, dumpfe Befindlichkeiten sind also legitime Ausgangspunkte für Argumente. Die Soziokratie heißt sie daher willkommen. Allerdings: &lt;strong&gt;Emotionen sind nur der Anfang. Sie sind das Ende eines Fadens, an dem das Argument aus den tiefen des Unterbewussten oder des Herzens ans Tageslicht gezogen werden muss.&lt;/strong&gt; Emotionen allein sind kein begründeter Einwand, denn bloße Freiheit von negativen Emotionen gehört selten zum Ziel eines Kreises.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Die Soziokratie misst also den Emotionen hohen Wert bei, auch – oder gerade weil – sie für eine Herrschaft des Argumentes plädiert.&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1497790043332144409-6033211750924294351?l=soziokratie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://soziokratie.blogspot.com/feeds/6033211750924294351/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://soziokratie.blogspot.com/2009/06/vom-wert-der-emotionen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1497790043332144409/posts/default/6033211750924294351'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1497790043332144409/posts/default/6033211750924294351'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://soziokratie.blogspot.com/2009/06/vom-wert-der-emotionen.html' title='Vom Wert der Emotionen'/><author><name>Ralf Westphal - One Man Think Tank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05225416366856069349</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_BjSNSdXBvLg/S9x6zIp__pI/AAAAAAAAAiA/d3UYJcjZQNQ/S220/RalfWestphal-Picture_small.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh5.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SkacYfztMkI/AAAAAAAAAR0/nXWksJxs3c0/s72-c/image%5B14%5D.png?imgmax=800' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1497790043332144409.post-6755357187309560601</id><published>2009-05-04T11:32:00.001+02:00</published><updated>2009-05-04T11:32:56.483+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reflektionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Terminologie'/><title type='text'>Was macht Agilität in der Führung?</title><content type='html'>&lt;p&gt;&amp;quot;Agilit&amp;#228;t&amp;quot; ist ein Begriff aus der Informatik. Dort war man vor einigen Jahren unzufrieden mit dem bis dahin traditionellen Vorgehen bei der Softwareentwicklung - bekannt unter dem Namen &amp;quot;Wasserfallmodel&amp;quot;. Der etablierte Pfad f&amp;#252;hrte nicht verl&amp;#228;sslich zu guten Ergebnissen.&lt;/p&gt;  &lt;h5&gt;Ausgangspunkt Softwarebranche&lt;/h5&gt;  &lt;p&gt;So formierten sich einige Vordenker der Branche zu einer Gruppe und formulierten einen Gegenentwurf. Den nannten sie &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Agile_Softwareentwicklung" target="_blank"&gt;&amp;quot;Agile Softwareentwicklung&amp;quot;&lt;/a&gt; und deklarierten ihre Position im so genannten &lt;a href="http://agilemanifesto.org/" target="_blank"&gt;&amp;quot;Agilen Manifest&amp;quot;.&lt;/a&gt; Sie stellen darin neue Sichtweisen/Praktiken den bis dato vorherrschenden gegen&amp;#252;ber:&lt;/p&gt;  &lt;ul&gt;   &lt;li&gt;&lt;strong&gt;Individuen und Interaktionen&lt;/strong&gt; haben Vorrang vor Prozessen und Werkzeugen. &lt;/li&gt;    &lt;li&gt;&lt;strong&gt;Funktionsf&amp;#228;hige Produkte&lt;/strong&gt; haben Vorrang vor ausgedehnter Dokumentation. &lt;/li&gt;    &lt;li&gt;&lt;strong&gt;Zusammenarbeit mit dem Kunden&lt;/strong&gt; hat Vorrang vor Vertragsverhandlungen. &lt;/li&gt;    &lt;li&gt;Das &lt;strong&gt;Eingehen auf &amp;#196;nderungen&lt;/strong&gt; hat Vorrang vor strikter Planverfolgung. &lt;/li&gt; &lt;/ul&gt;  &lt;p&gt;(Quelle: &lt;a title="http://scrum-master.de/content/view/62/25/" href="http://scrum-master.de/content/view/62/25/"&gt;http://scrum-master.de/content/view/62/25/&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;F&amp;#252;r einen Au&amp;#223;enstehenden mag es &amp;#252;berraschend sein, wenn die Softwarebranche scheinbar erst im Jahr 2001 entdeckt, dass z.B. die Zusammenarbeit mit dem Kunden wichtig ist. Aber es hatte schon seinen Sinn, dass die Agilisten ihr Manifest so formuliert haben. Sicherlich war der Kunde auch schon vorher den Softwarefirmen wichtig - das hatte sich nur nicht in geeigneter Weise in ihrem Vorgehen bei der Softwareentwicklung ausgedr&amp;#252;ckt.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Kann es denn da aber Missverst&amp;#228;ndnissee geben? Kann man ungeeignet mit dem Kunden umgehen? Ja, man kann.&lt;/p&gt;  &lt;h5&gt;Agilit&amp;#228;t als geeignete Haltung&lt;/h5&gt;  &lt;p&gt;Ungeeignet ist eine Haltung, wenn sie dem Offensichtlichen widerspricht. So war es mit der Softwarebranche, die den Kunden zwar kannte und sah, ihn aber hinter Regeln und Papierbergen zunehmend aus den Augen verlor.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Das widersprach dem Offensichtlichen, dass die Regeln und Papierberge nicht zu erfolgreichen Projekten f&amp;#252;hrte, d.h. Ablieferung des Bestellten innerhalb von Geld- und Zeitbudget.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Der Grund daf&amp;#252;r: ein Missverst&amp;#228;ndnis bzgl. der Natur von Software. Die wurde (und wird auch immer noch in weiten Teilen der Branche) als maschinen&amp;#228;hnlich angesehen. Und so war denn das Vorgehen bei der Softwareentwicklung &amp;#228;hnlich dem beim Maschinenbau.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Software ist Maschinen oder Geb&amp;#228;uden jedoch nur oberfl&amp;#228;chlich &amp;#228;hnlich. So mussten die traditionellen Ans&amp;#228;tze fr&amp;#252;her oder sp&amp;#228;ter gegen eine Wand laufen. Die Erkenntnis, dass das schon lange der Fall war, f&amp;#252;hrte 2001 zum Agilen Manifest.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Das tr&amp;#228;gt der wahren Natur von Software Rechnung. Die ist n&amp;#228;mlich viel dynamischer als die von Maschinen. Die ist eher Lebewesen &amp;#228;hnlich oder einer Stadt. Denn Software ist st&amp;#228;ndig in Bewegung, sie w&amp;#228;chst kontinuierlich. Wie ein Programm in 5 Jahren aussieht, wei&amp;#223; keiner, der heute beginnt, es zu entwickeln. Die Gr&amp;#252;nde daf&amp;#252;r sind vielf&amp;#228;ltig. Am Ende ist die Konsequenz jedoch, dass sich f&amp;#252;r Software kein Plan bis zu ihrer Fertigstellung machen l&amp;#228;sst. Software ist quasi nie fertig, auch wenn in Vertr&amp;#228;gen ein Auslieferungsdatum steht. Die erste Auslieferung ist nur der Anfang eines meist unabsehbar langen Weges weiterer, oft sehr tiefgreifender Ver&amp;#228;nderungen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Solange also Pl&amp;#228;ne, aufw&amp;#228;ndige Dokumentationen, starre Prozesse die Softwareentwicklung bestimmen, solange sind Softwareprojekte nur schwer zum Erfolg zu bringen, weil die Umst&amp;#228;nde ihrer Natur widersprechen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Dem wollte die Agile Softwareentwicklung etwas entgegensetzen. Sie definiert vier Eckpunkte (s.o.) f&amp;#252;r eine geeignete Haltung, eine, die der Natur der Software entspricht. Das Agile Manifest tr&amp;#228;gt also Dynamik Rechnung; es entwirft einen Umgang mit Unw&amp;#228;gbarkeiten. Softwareentwicklung soll im Angesicht von Ungewissheit, Komplexit&amp;#228;t und Fluktuation verl&amp;#228;sslicher als bisher allseits zur Zufriedenheit verlaufen.&lt;/p&gt;  &lt;h5&gt;Agilit&amp;#228;t f&amp;#252;r die F&amp;#252;hrung&lt;/h5&gt;  &lt;p&gt;Ungewissheit, Komplexit&amp;#228;t, Fluktuation in der Umwelt: damit muss die Softwareentwicklung klar kommen. Ihr Vorgehensmodell muss also hinreichend offen und flexibel sein.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Ungewissheit, Komplexit&amp;#228;t, Fluktuation in der Umwelt: damit muss auch Organisationsf&amp;#252;hrung klar kommen. Heutige Organisationen lassen sich nicht mehr quasi am Rei&amp;#223;brett planen und &amp;quot;durchziehen&amp;quot;. In Wachstumsm&amp;#228;rkten, solange eklatanter Mangel mit Produkten zu kompensieren war, mag das noch gegangen sein. Oder als die Organisationsmitglieder noch nicht so auf ihre Individualit&amp;#228;t bedacht waren, mag das auch noch gegangen sein.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Verdr&amp;#228;ngungsm&amp;#228;rkte, globale M&amp;#228;rkte, Mangel an qualifizierten Mitarbeitern, individuelle, multikulturelle Mitarbeiter... das sind Umst&amp;#228;nde, unter denen linear denkende Autokraten nicht mehr geeignet f&amp;#252;hren k&amp;#246;nnen. Diese Umst&amp;#228;nde verlangen - wie bei der Softwareentwicklung - Agilit&amp;#228;t. Es lohnt sich also, einen Blick auf das Agile Manifest von der allgemeineren Position der Organisationsf&amp;#252;hrung zu werfen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Was steckt also im Kern des Agilen Manifests, das sich auf F&amp;#252;hrung im Allgemein unter heutigen Umst&amp;#228;nden &amp;#252;bertragen l&amp;#228;sst?&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Im Kern geht es bei den vier Punkten um zwei Grundhaltungen, die die Softwareentwicklung einnehmen soll, um der Natur von Software gerecht zu werden:&lt;/p&gt;  &lt;ul&gt;   &lt;li&gt;Die Softwareentwicklung soll zun&amp;#228;chst einmal zuh&amp;#246;ren. Die Menschen, die ein Interesse an einer Software haben, sollen zu Wort kommen. Sie sollen im Vordergrund stehen und nicht in einem Prozess verwaltet werden. Sich pers&amp;#246;nlich &amp;quot;breitbandig&amp;quot; begegnen ist den Agilisten wichtig. Wissen, das in den vielen K&amp;#246;pfen der &amp;quot;Stakeholder&amp;quot; schlummert, soll gehoben, soll lebendig gemacht werden. Dazu sind N&amp;#228;he und kontinuierlicher Dialog wichtig. Softwareentwicklung steht und f&amp;#228;llt mit den Menschen und ihren Kommunikationsf&amp;#228;higkeiten. Wo Verantwortung an Werkzeuge technischer oder methodischer Art &amp;#252;bertragen wird, tritt der Mensch in den Hintergrund. Ebenso bei &amp;#252;berm&amp;#228;&amp;#223;iger Dokumentation. Denn nur eine lebendige Kommunikation ist so flexibel, wie es letztlich das Problemfeld verlangt, in dem Software eine L&amp;#246;sung sein soll.&lt;/li&gt;    &lt;li&gt;Und dann soll das, was im Dialog herausgearbeitet wird, in einer Weise realisiert werden, dass es st&amp;#228;ndig weiter entwickelbar bleibt. Software ist insofern kein Produkt, was es einmal zu fertigen gilt, sondern ein Beitrag zur Kommunikation. Software ist eine &amp;#196;u&amp;#223;erung des Entwicklungsteams, auf die der Kunde wiederum mit &amp;#196;u&amp;#223;erungen reagieren kann und soll. Software ist also nicht au&amp;#223;erhalb des Dialogs mit dem Kunden, sondern Bestandteil. Das bedeutet, sie muss letztlich so flexibel sein wie jeder Satz oder Gedanke in einer Kommunikation. Wie letztlich jede Aussage ist sie daher ganz fundamental immer nur eine These, ein Versuch - und damit nur solange g&amp;#252;ltig, bis sie falsifiziert ist. &lt;a href="http://www.bleading-edge.com/Publications/C++Journal/Cpjour2.htm" target="_blank"&gt;Softwareentwicklung ist eben Entwicklung&lt;/a&gt;, d.h. ein Lernprozess, und keine Produktion.&lt;/li&gt; &lt;/ul&gt;  &lt;p&gt;Agilit&amp;#228;t bedeutet also: genau hinsehen, st&amp;#228;ndig Daten sammeln, daraus Informationen generieren und diskutieren, im Fluss bleiben, Produkte als vorl&amp;#228;ufig betrachten und sie so konstruieren, dass neue Erkenntnisse jederzeit in sie einflie&amp;#223;en k&amp;#246;nnen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Agilit&amp;#228;t steht also ganz fundamental f&amp;#252;r einen fortschreitenden Lernprozess unter Einbeziehung aller Informationsquellen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Um nichts anderes geht es auch der Soziokratie. Deren &amp;quot;Produkt&amp;quot; ist jedoch keine Software, sondern eine Organisation. Softwareentwicklung produziert Software. F&amp;#252;hrung produziert soziale Systeme, Organisationen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Wenn Softwareentwicklung angesichts der Natur von Software besser agil abl&amp;#228;uft, warum sollte dann nicht auch F&amp;#252;hrung angesichts der heutigen Natur on Organisationen agil sein?&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Software ist ein sich st&amp;#228;ndig wandelndes komplexes technisches System eingebettet in soziale Systeme, deren Wandel es sich anpassen muss.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Organisationen sind komplexe soziale Systeme eingebettet in andere soziale Systeme, deren Wandel sie sich anpassen m&amp;#252;ssen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Und genausowenig wie festgef&amp;#252;gte, quasi autokratische Prozesse, Regeln, Werkzeuge der Softwareentwicklung helfen, genausowenig helfen sie heute noch der F&amp;#252;hrung von Organisationen. Deshalb sollte die F&amp;#252;hrung von Organisationen agil werden.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Agilit&amp;#228;t als Haltung in Bezug auf Unvorhersehbarkeit und Komplexit&amp;#228;t, entwickelt aus einer offensichtlichen Not der Softwarebranche heraus, hat also Bedeutung &amp;#252;ber diese Branche hinaus. Agile F&amp;#252;hrung ist nicht nur m&amp;#246;glich, sondern n&amp;#246;tig.&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1497790043332144409-6755357187309560601?l=soziokratie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://soziokratie.blogspot.com/feeds/6755357187309560601/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://soziokratie.blogspot.com/2009/05/was-macht-agilitat-in-der-fuhrung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1497790043332144409/posts/default/6755357187309560601'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1497790043332144409/posts/default/6755357187309560601'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://soziokratie.blogspot.com/2009/05/was-macht-agilitat-in-der-fuhrung.html' title='Was macht Agilität in der Führung?'/><author><name>Ralf Westphal - One Man Think Tank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05225416366856069349</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_BjSNSdXBvLg/S9x6zIp__pI/AAAAAAAAAiA/d3UYJcjZQNQ/S220/RalfWestphal-Picture_small.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1497790043332144409.post-7351879992460806287</id><published>2009-02-09T12:41:00.001+01:00</published><updated>2009-02-09T12:41:23.833+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Terminologie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemeines'/><title type='text'>Entscheidungen unterscheiden</title><content type='html'>&lt;p&gt;Wo im Unternehmen sich Soziokratie entfalten soll, hat schon der Artikel &amp;#252;ber &lt;a href="http://soziokratie.blogspot.com/2009/02/fuhrung-vs-tagesgeschaft.html" target="_blank"&gt;F&amp;#252;hrung vs. Tagesgesch&amp;#228;ft&lt;/a&gt; thematisiert. Weil diese Positionierung aber so wichtig ist, hier noch eine weitere Perspektive: Um welche Entscheidungen geht es in soziokratischen Kreisen eigentlich?&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Zwei Begriffe Entscheidungsanl&amp;#228;sse oder -zwecke lohnen sich zu unterscheiden:&lt;/p&gt;  &lt;ul&gt;   &lt;li&gt;Ausf&amp;#252;hrungsentscheidung&lt;/li&gt;    &lt;li&gt;Rahmenentscheidung&lt;/li&gt; &lt;/ul&gt;  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ausf&amp;#252;hrungsentscheidungen&lt;/strong&gt; sind Entscheidungen, die sich darum drehen, was konkret getan werden soll. Es sind Entscheidungen im operativen Gesch&amp;#228;ft. Das wird zwar durch die Grunds&amp;#228;tze und die Politik der F&amp;#252;hrung schon in gewisse Bahnen gelenkt; aber innerhalb dieser Bahnen m&amp;#252;ssen und sollen nat&amp;#252;rlich weitere Entscheidung aufgrund der lokalen Datenlage getroffen werden. Vorgesetzte und ihre Mitarbeiter f&amp;#252;hren aus, was andere in einem gr&amp;#246;&amp;#223;eren Zusammenhang als Leitlinie vorgeben. Dazu treffen sie Ausf&amp;#252;hrungsentscheidungen. Mit ihnen koordiniert der Vorgesetzte auch seine Mitarbeiter.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Rahmenentscheidungen&lt;/strong&gt; sind solche, die den Rahmen f&amp;#252;r das Tagesgesch&amp;#228;ft festlegen. Die F&amp;#252;hrung eines Unternehmens trifft diese Entscheidungen. Sie definieren Grunds&amp;#228;tze und Politik der Organisation und sollen insbesondere von der Linie ausgef&amp;#252;hrt werden.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Die Soziokratie konzentriert sich nun auf diese Rahmenentscheidungen. Alle Entscheidungen, die den Rahmen f&amp;#252;r das Tagesgesch&amp;#228;ft aufspannen - z.B. Welche Mindestqualit&amp;#228;t sollen die Produkte haben, die das operative Gesch&amp;#228;ft einkauft? Wer soll im operativen Gesch&amp;#228;ft koordinieren und Ausf&amp;#252;hrungsentscheidungen treffen? Wie soll der Prozess zur Bewilligung von Urlaubsantr&amp;#228;gen aussehen? -, diese Entscheidungen sollen im soziokratischen Konsent getroffen werden.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Wie das Tagesgesch&amp;#228;ft zu Ausf&amp;#252;hrungsentscheidungen kommt, dar&amp;#252;ber macht die Soziokratie keine n&amp;#228;here Aussage. Auch das wird vielmehr in einer organisationsindividuellen Rahmenentscheidung definiert. Und so vertr&amp;#228;gt sich die Soziokratie mit der Autokratie und auch der Demokratie. Denn ein soziokratischer F&amp;#252;hrungskreis kann nat&amp;#252;rlich entscheiden, dass bestimmte Ausf&amp;#252;hrungsentscheidungen autokratisch und andere demokratisch gef&amp;#228;llt werden sollen.&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1497790043332144409-7351879992460806287?l=soziokratie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://soziokratie.blogspot.com/feeds/7351879992460806287/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://soziokratie.blogspot.com/2009/02/entscheidungen-unterscheiden.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1497790043332144409/posts/default/7351879992460806287'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1497790043332144409/posts/default/7351879992460806287'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://soziokratie.blogspot.com/2009/02/entscheidungen-unterscheiden.html' title='Entscheidungen unterscheiden'/><author><name>Ralf Westphal - One Man Think Tank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05225416366856069349</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_BjSNSdXBvLg/S9x6zIp__pI/AAAAAAAAAiA/d3UYJcjZQNQ/S220/RalfWestphal-Picture_small.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1497790043332144409.post-99651266815550158</id><published>2009-02-08T17:09:00.001+01:00</published><updated>2009-02-08T17:17:30.487+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reflektionen'/><title type='text'>Warum sollte eine Gemeinschaft überhaupt führen?</title><content type='html'>&lt;p&gt;Der Soziokratie geht es um die &lt;a href="http://soziokratie.blogspot.com/2009/02/fuhrung-vs-tagesgeschaft.html" target="_blank"&gt;F&amp;#252;hrung von Organisationen&lt;/a&gt;. Ihr Ziel ist es, bisheriges autokratisches Management durch soziokratische Selbst-F&amp;#252;hrung zu ersetzen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Aber warum sollte eine Organisation &amp;#252;berhaupt durch die Gemeinschaft ihrer Mitglieder gef&amp;#252;hrt werden? Oder spezifischer: Warum sollte ein Unternehmen durch die Gemeinschaft seiner Mitarbeiter gef&amp;#252;hrt werden?&lt;/p&gt;  &lt;h5&gt;Soziokratie ist leer&lt;/h5&gt;  &lt;p&gt;Geht es um Gerechtigkeit? Geht es um Menschlichkeit? Geht es um eine bessere Welt und die Abschaffung jeder Unterdr&amp;#252;ckung der Vielen durch wenige M&amp;#228;chtige?&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Das mag jeder Vertreter der Soziokratie f&amp;#252;r sich pers&amp;#246;nlich entscheiden. Die Soziokratie selbst als Methode jedoch ist solchen Fragen gegen&amp;#252;ber indifferent. Die Soziokratie ist im doppelten Sinne leer: weder bezieht sie sich auf eine bestimmte Art von Organisation oder Branche, noch ist sie moralisch im herk&amp;#246;mmlichen Sinn.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;img style="border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px" height="120" alt="image" src="http://lh5.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SY8DybX0KqI/AAAAAAAAAPs/3balKgU1RbU/image%5B17%5D.png?imgmax=800" width="161" align="right" border="0" /&gt; Soziokratie ist ein Werkzeug. Nicht mehr, nicht weniger. Insofern kann sie richtig oder falsch, zum Guten oder zum Schlechten eingesetzt werden.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Also nochmal die Frage: Warum empfiehlt die Soziokratie die F&amp;#252;hrung einer Organisation durch ihre Mitglieder?&lt;/p&gt;  &lt;h5&gt;Der autokratische Homunkulus&lt;/h5&gt;  &lt;p&gt;Autokratie mag effizient sein - aber ist Autokratie auf effektiv?&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Effektivit%C3%A4t" target="_blank"&gt;Wikipedia definiert&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;  &lt;blockquote&gt;   &lt;p&gt;&lt;em&gt;* Effizienz&lt;/em&gt; ist ein Ma&amp;#223; f&amp;#252;r die Wirtschaftlichkeit (Kosten-Nutzen-Relation). &lt;/p&gt;    &lt;p&gt;&lt;em&gt;* Effektivit&amp;#228;t&lt;/em&gt; ist ein Ma&amp;#223; f&amp;#252;r die Zielerreichung (Wirksamkeit, Qualit&amp;#228;t der Zielerreichung).&lt;/p&gt; &lt;/blockquote&gt;  &lt;p&gt;Peter Drucker hat das dann verk&amp;#252;rzt auf:&lt;/p&gt;  &lt;blockquote&gt;   &lt;p&gt;* Effizienz: &amp;#8222;Die Dinge richtig tun.&amp;#8220; &lt;/p&gt;    &lt;p&gt;* Effektivit&amp;#228;t: &amp;#8222;Die richtigen Dinge tun.&amp;#8220; &lt;/p&gt; &lt;/blockquote&gt;  &lt;p&gt;Die Pr&amp;#228;misse der Autokratie ist, dass der Autokrat wei&amp;#223;, was das Ziel ist bzw. sein sollte und durch seine Macht die Qualit&amp;#228;t der Zielerreichung sicherstellen kann. Es kommt dann nur noch darauf an, dass das auch effizient geschieht. &amp;quot;Nicht lang schnacken...&amp;quot; ist das Motto der Autokratie; lieber z&amp;#252;gig anpacken, so wie es der Autokrat durch seine Rahmenbedingungen vorgibt. Er wei&amp;#223;, was richtig ist und er definiert auch die Grunds&amp;#228;tze daf&amp;#252;r, wie das dann richtig getan wird.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;img style="border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px" height="134" alt="image" src="http://lh3.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SY8Dy_IUVKI/AAAAAAAAAPw/o1ZI2HL1cg0/image%5B12%5D.png?imgmax=800" width="119" align="left" border="0" /&gt; Bei der Autokratie h&amp;#228;ngen Wissen und Wille und Macht unmittelbar zusammen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Damit ist der Autokrat quasi der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Homunculus" target="_blank"&gt;Homunkulus&lt;/a&gt; im sozialen System seines Unternehmens: er kennt das Ziel, er &amp;#252;berwacht den Weg dahin, er befiehlt die Bewegungen seiner Glieder, er definiert den Weg f&amp;#252;r die Ausf&amp;#252;hrung.&lt;/p&gt;  &lt;h5&gt;Autokratie hat den Sinn f&amp;#252;r&amp;#180;s Richtige verloren&lt;/h5&gt;  &lt;p&gt;Soziokratie bezweifelt nicht, dass Autokratie eine effiziente F&amp;#252;hrungsmethode ist. Soziokratie stellt sich daher auch nicht gegen die Autokratie per se. Sie m&amp;#246;chte sie nur auf den Platz verweisen, wo sie ihre Vorteile ausspielen kann. Das aber ist heute eben nicht mehr die F&amp;#252;hrung von Organisationen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Warum nicht? Autokratie ist heute ineffektiv! Die Pr&amp;#228;misse der Autokratie gilt nicht mehr. Der Autokrat bzw. die autokratische Struktur ist heute zunehmend unf&amp;#228;hig, das Organisationsziel zu bestimmen und auch noch zu definieren, wie es zu erreichen ist.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Autokratie hat den Sinn daf&amp;#252;r verloren zu beurteilen, was richtig ist und wie der richtige Weg dorthin aussieht.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;So ist die Umsetzung unter der F&amp;#252;hrung von Autokratie vielleicht noch effizient - aber es wird das falsche Ziel effizient erreicht.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Wenn ein autokratisch gef&amp;#252;hrter Konzern auf den Druck der Medien allen Mitarbeitern jede &amp;#196;u&amp;#223;erung &amp;#252;ber ihren Arbeitsplatz verbietet, um einen Skandal &amp;#252;ber Spitzeleien klein zu halten, dann mag das sehr effizient geschehen - doch ist das auch die richtige Reaktion der F&amp;#252;hrung? Ist es effektiv, Mitarbeitern den Mund zu verbieten?&lt;/p&gt;  &lt;h5&gt;Tunnelblick durch institutionalisierte Messungen&lt;/h5&gt;  &lt;p&gt;Wenige k&amp;#246;nnen heute die Umwelt ihrer Organisation nicht mehr &amp;#252;berblicken. Wenige haben kein vollst&amp;#228;ndiges Bild mehr dessen, was drau&amp;#223;en geschieht; vor allem haben wenige kein vollst&amp;#228;ndiges Bild mehr von dem, was drinnen geschieht.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;img style="border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px" height="122" alt="image" src="http://lh5.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SY8DzXRAmXI/AAAAAAAAAP0/hgic-fPKDYc/image%5B31%5D.png?imgmax=800" width="120" align="right" border="0" /&gt; Organisationen sind keine Versammlungen von Gleichgetakteten. Ihre Mitglieder sehen sich als Individuen mit einem eigenen, auch von der Organisation zu ber&amp;#252;cksichtigenden Willen. Organisationen sollten das jedoch nicht als Nachteil sehen, sondern auch die andere Seite der Medaille &amp;quot;Individuum&amp;quot; erkennen: Individuen sammeln &amp;#252;ber ihre unmittelbaren Anweisungen hinaus Daten. Einfach so.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Jeder Mitarbeiter ist also nicht nur als Willenstr&amp;#228;ger potenzieller Querulant, sondern dar&amp;#252;ber hinaus wertvoller potenzieller Informant. Man muss ihn nur zu Wort kommen lassen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Wer wei&amp;#223; &amp;#252;ber den Markt Bescheid? Das Marketing? Wer wei&amp;#223; &amp;#252;ber die Zufriedenheit der Kunden bescheid? Der Vorstand? Wer wei&amp;#223; &amp;#252;ber die Verschwendung an Ressourcen in der Produktion Bescheid? Der Abteilungsleiter des Lagers? Oder der Einkauf?&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Dass der Autokrat nicht alles wei&amp;#223;, wei&amp;#223; selbst der Autokrat. Deshalb baut er zur Informationsgewinnung ein b&amp;#252;rokratische Systeme auf: Controlling, Score Cards, Reviews, Vorschlagswesen, Kummerkasten...&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Klingt gut - funktioniert aber nur begrenzt. Solche Messinstrumente messen n&amp;#228;mlich nur, was der Autokrat vorher zu messen gew&amp;#252;nscht hat. Und das messen sie auch noch ineffizient.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Institutionalisierte Messungen drau&amp;#223;en und drinnen sind somit nicht wirklich sensibel und proaktiv. Ihr Raster ist genauso vorgegeben wie ihre Abtasth&amp;#228;ufigkeit. Das wirklich Unerwartete, Neue, Innovative, also das wirklich wertvolle hat durch diese Kan&amp;#228;le kaum eine Chance, zum Homunkulus vorzudringen. Intitutionalisierte Messung ist schmalbandig.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Schmalbandigkeit ist nun allerdings das komplette Gegenteil davon, wie es im Leben zugeht. Leben ist breitbandig. Immer und &amp;#252;berall passiert etwas. Wer da meint zu wissen, auf welchen Kan&amp;#228;len Relevantes geschieht, ist in der heutigen Welt zumindest naiv. So mag es fr&amp;#252;her gewesen sein. Heute hingegen mag die Idee eines Laufburschen aufgrund einer Zeitungsnotiz mehr Relevanz haben, als die letzte B&amp;#246;rsenanalyse. Naiv, wer meint, solche Ideen &amp;#252;ber intitutionalisierte Messungen einfangen zu k&amp;#246;nnen. Arrogant, wer meint, auf solche Ideen verzichten zu k&amp;#246;nnen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;img style="border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px" height="120" alt="image" src="http://lh6.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SY8DzsGgpvI/AAAAAAAAAP4/ecpXjyB-LrI/image%5B33%5D.png?imgmax=800" width="137" align="left" border="0" /&gt; Die Welt ist zu vernetzt und zu schnelllebig, als dass autokratische Zentralen ihre Organisationen wie fr&amp;#252;her durch den Markt lenken k&amp;#246;nnten. Auf eine komplexe Umwelt kann nur eine komplexe F&amp;#252;hrung angemessen reagieren. Autokratische F&amp;#252;hrung ist per Definition jedoch nicht komplex. Je komplexer die Umwelt wird, desto mehr schrumpft ihre Wahrnehmung auf einen Tunnelblick.&lt;/p&gt;  &lt;h5&gt;Effektive F&amp;#252;hrung braucht die Gemeinschaft&lt;/h5&gt;  &lt;p&gt;Komplexit&amp;#228;t kann nur durch Komplexit&amp;#228;t bew&amp;#228;ltigt werden. Wenn die Komplexit&amp;#228;t in der Umwelt durch Vernetzung steigt, muss die Organisation darauf mit Komplexit&amp;#228;tszuwachs in der F&amp;#252;hrung antworten.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Diesen Komplexit&amp;#228;tszuwachs kontrollieren zu wollen, w&amp;#228;re dabei ein Widerspruch in sich. Er sollte nicht kontrolliert, sondern nur in einem Forum zweckgerichtet stattfinden. Ein solches Forum bietet die Soziokratie.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Ihr Credo lautet: Versammle die Menschen einer Organisation in &lt;a href="http://ralfw.blogspot.com/2009/01/alles-fhren-ist-in-kreisen-die.html" target="_blank"&gt;soziokratischen Kreisen&lt;/a&gt;, um dort spontan die zur F&amp;#252;hrung n&amp;#246;tige Komplexit&amp;#228;t entstehen zu lassen. Wo Menschen gleichberechtigt zusammenkommen, da vernetzen sie sich, da entsteht Komplexit&amp;#228;t.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Soziokratie ist doppelt leer. Ihr einziger Zweck ist die effektive und effiziente F&amp;#252;hrung von Organisationen angesicht steigender Komplexit&amp;#228;t. Soziokratie ist an der (&amp;#220;ber)Lebensf&amp;#228;higkeit von Organisationen gelegen. Daf&amp;#252;r sieht sie keinen anderen Weg, als die breite Beteiligung ihrer Mitglieder an den F&amp;#252;hrungsentscheidungen. Nur wo die Organisation &amp;quot;die Weisheit der Gemeinschaft&amp;quot; anzapft, dann kann sie f&amp;#252;r sich nachhaltig handeln.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Dass dabei auch noch die Zufriedenheit der Gemeinschaftsmitglieder steigt, weil sie sich anerkannt f&amp;#252;hlen durch die Einbeziehung und Veranwortung, ist ein sch&amp;#246;ner Nebeneffekt. Oder: Warum zwischen Haupt- und Nebeneffekt unterscheiden? Im Grunde ist nicht zu entscheiden, wo die positiven Effekte beginnen. F&amp;#252;hrt die Partizipation aller an der F&amp;#252;hrung zu angemesseneren Reaktionen der Organisation und dadurch zu mehr Zufriedenheit? Oder f&amp;#252;hrt mehr Zufriedenheit zu noch mehr Partizipation? Unterm Strich gilt: Geht es den Organisationsmitglieder in und mit der Organisation gut, so geht es auch der Organisation mit ihren Mitgliedern gut.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Indem die Soziokratie nicht einfach predigt, Organisationsmitglieder sollten auch gemeinschaftlich f&amp;#252;hren, sondern daf&amp;#252;r eine ganz bestimmte Form jenseits des &amp;#252;berkommenen Modells Demokratie definiert (Kreishierarchie, Kosent-Entscheidungen), integriert sie die Bed&amp;#252;rfnisse sowohl der Individuen wie auch der Organisation. Beide sind aufeinander angewiesen, also m&amp;#252;ssen beide beachtet werden.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Autokratie stellt die Bed&amp;#252;rfnisse der Autokraten und die des Unternehmens (Ganzes) &amp;#252;ber die der Individuen (Teile). Demokratie stellt die Bed&amp;#252;rfnisse der Individuen (Teile) vorne an - l&amp;#228;sst durch Effizenzmangel aber das Ganze aus dem Blick.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;img style="border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px" height="163" alt="image" src="http://lh6.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SY8Fmex9PcI/AAAAAAAAAP8/jTwRPMRgMDs/image%5B38%5D.png?imgmax=800" width="163" align="right" border="0" /&gt; Soziokratie nimmt Teile und Ganzes ernst. Denn in einer komplexen &amp;#228;u&amp;#223;eren und auch inneren Welt kann das Ganze der Organisation nur noch wirklich effektiv sein, wenn es seine Teile wertsch&amp;#228;tzt und zu Wort kommen l&amp;#228;sst. Das Ganze kann sich nicht mehr leisten, seine Teile zu ignorieren oder auch nur zu g&amp;#228;ngeln. Andererseits k&amp;#246;nnen sich die Teile nicht mehr leisten, sich dem Ganzen zu ergeben; und selbst wenn sie es k&amp;#246;nnten, sie wollen das ja auch nicht mehr.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;So ist Soziokratie eine partizipatorische, integrative, ganzheitliche und systemische Methode zur F&amp;#252;hrung von Organisationen.&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1497790043332144409-99651266815550158?l=soziokratie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://soziokratie.blogspot.com/feeds/99651266815550158/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://soziokratie.blogspot.com/2009/02/warum-sollte-eine-gemeinschaft.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1497790043332144409/posts/default/99651266815550158'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1497790043332144409/posts/default/99651266815550158'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://soziokratie.blogspot.com/2009/02/warum-sollte-eine-gemeinschaft.html' title='Warum sollte eine Gemeinschaft überhaupt führen?'/><author><name>Ralf Westphal - One Man Think Tank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05225416366856069349</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_BjSNSdXBvLg/S9x6zIp__pI/AAAAAAAAAiA/d3UYJcjZQNQ/S220/RalfWestphal-Picture_small.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh5.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SY8DybX0KqI/AAAAAAAAAPs/3balKgU1RbU/s72-c/image%5B17%5D.png?imgmax=800' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1497790043332144409.post-4608609600229826341</id><published>2009-02-07T20:46:00.001+01:00</published><updated>2009-02-08T10:36:24.334+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Terminologie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemeines'/><title type='text'>Das Sozio in der Kratie</title><content type='html'>&lt;p&gt;Soziokratie bedeutet ganz allgemein &amp;quot;Gemeinschaftsherrschaft&amp;quot;.&amp;#160; Genaueres finden Sie &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Soziokratie" target="_blank"&gt;hier&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.soziokratie.de/0000.htm" target="_blank"&gt;hier&lt;/a&gt;. An dieser Stelle soll es nur um einen n&amp;#228;heren Blick auf die Gemeinschaft der Herrschaft, das Gemeinschaftliche gehen. Wie unterscheidet das &amp;quot;Sozio&amp;quot; in &amp;quot;Soziokratie&amp;quot; diese &amp;quot;Herrschaftsform&amp;quot; von anderen?&lt;/p&gt;  &lt;h5&gt;Autokratie&lt;/h5&gt;  &lt;p&gt;&lt;img style="border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px" height="160" alt="image" src="http://lh6.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SY3lKaFzIaI/AAAAAAAAAPU/e88z4AZaYQQ/image%5B4%5D.png?imgmax=800" width="114" align="left" border="0" /&gt; Der Kontrast zur &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Autokratie" target="_blank"&gt;Autokratie&lt;/a&gt; k&amp;#246;nnte Gr&amp;#246;&amp;#223;er nicht sein. Sie setzt klar auf die Herrschaft eines Einzelnen (oder ganz weniger) &amp;#252;ber viele. Einer sagt an, die Masse gehorcht. Das kann zwar sehr effizient sein - aber es gibt keine Garantie daf&amp;#252;r, dass Bed&amp;#252;rfnisse &amp;#252;ber die der Autokraten hinaus ber&amp;#252;cksichtigt werden. In der Definition von Autokratie findet sich kein Hinweis auf die Interessen der Befehlsempf&amp;#228;nger. Sie sind allein vom Wohlwollen der Autokraten abh&amp;#228;ngig.&lt;/p&gt;  &lt;h5&gt;Demokratie&lt;/h5&gt;  &lt;p&gt;Aber was ist mit der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratie" target="_blank"&gt;Demokratie&lt;/a&gt;? Als Volksherrschaft ist sie der Gegenentwurf zur Autokratie. Sie nimmt f&amp;#252;r sich in Anspruch, die Bed&amp;#252;rfnisse aller zu ber&amp;#252;cksichtigen. (Zumindest derjenigen, die zum Volk geh&amp;#246;ren und eine Stimme haben.) Ist Demokratie damit nicht schon genug Herrschaft der Gemeinschaft? Warum die Unterscheidung zwischen Demokratie und Soziokratie?&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Als Gegenentwurf zur Autokratie ist es das Hauptanliegen der Demokratie, vor allem den Makel der Autokratie ausmerzen: die Ignoranz gegen&amp;#252;ber den Bed&amp;#252;rfnissen der Befehligten. Demokratie ist daran gelegen, nicht die W&amp;#252;nsche weniger, sondern die W&amp;#252;nsche vieler, die der Mehrheit zu erf&amp;#252;llen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Das hat allerdings einen Preis: Demokratie ist ineffizient.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Wenn einer bestimmt, sind viele ungl&amp;#252;cklich - aber die Umsetzung geht schnell, weil der eine bei Zuwiderhandlung seine Macht spielen l&amp;#228;sst. Autokratie ist insofern oft gleichzusetzen mit Angstherrschaft.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Wenn viele bestimmen, sind viele gl&amp;#252;cklich - aber die Umsetzung dauert lange. Denn bis die Vielen eine tragf&amp;#228;hige Mehrheit gebildet haben, vergeht einige Zeit.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;img style="border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px" height="108" alt="image" src="http://lh5.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SY3lK3ZciJI/AAAAAAAAAPc/YxexmhmzNu8/image%5B9%5D.png?imgmax=800" width="144" align="right" border="0" /&gt; Wo viele Menschen mit ihren Bed&amp;#252;rfnissen ein Forum haben, da stellt sich schnell heraus, dass diese Bed&amp;#252;rfnisse oft weit auseinandergehen. Im Extremfall gibt es soviele Bed&amp;#252;rfnisse ausgedr&amp;#252;ckt in Meinungen, wie es Gemeinschaftsmitglieder gibt. F&amp;#252;r eine Entscheidung des Volkes ist jedoch eine &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mehrheit" target="_blank"&gt;Mehrheit&lt;/a&gt; n&amp;#246;tig. Die Gemeinschaft als soziales System muss einen erkennbaren eigenen Wunsch haben. Als Schwelle daf&amp;#252;r wird gemeinhin die 50%-Marke gew&amp;#228;hlt: erst wenn 50% der Gemeinschaftsmitglieder plus ein weiteres (50%+1) f&amp;#252;r dieselbe Option stimmen (&amp;quot;einfache Mehrheit&amp;quot;), gilt das als Ausdruck eines gemeinschaftlichen Willens.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Jenachdem, wieviele Meinungen es in einer Gemeinschaft gibt, kann der Weg zur einfachen Mehrheit lang und steinig sein. Es gilt zumindest soviel Konsens unter den Gemeinschaftsmitgliedern zu entwickeln, dass 50%+1 Stimmen auf eine Option entfallen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Wie die neuere Geschichte der Demokratie gezeigt hat, ist das jedoch ein Preis, den Gemeinschaften bereit sind zu zahlen. Der Gewinn an Chance zur breiten Bed&amp;#252;rfnisber&amp;#252;cksichtigung ist gro&amp;#223; genug im Vergleich zum Verlust an Effizienz.&lt;/p&gt;  &lt;h5&gt;Grenzen der Demokratie&lt;/h5&gt;  &lt;p&gt;In der Entscheidung &amp;#252;ber viele Belange vom Verein bis zur Nation mag der Verlust an Effizienz tats&amp;#228;chlich nicht schwer wiegen. Verst&amp;#228;ndlich sollte es jedoch sein, dass sich Demokratie angesichts dessen bisher nicht als Herrschaftsweise in Unternehmen eingeb&amp;#252;rgert hat.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Unternehmen m&amp;#252;ssen oft effizienter &amp;#252;ber ihre Grunds&amp;#228;tze und ihre Politik entscheiden, als es ein Konsensprozess erlaubt.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Dazu kommt, dass ein Unternehmen qua Definition autokratisch ist, da es wenige Gr&amp;#252;nder bzw. Inhaber hat - die Gesellschafter -, die aufgrund ihres Eigentums an der Firma sich nicht so gern das Heft vom &amp;quot;Volk&amp;quot; aus der Hand nehmen lassen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Aber die Demokratie findet nicht nur in ihrer Ineffizienz eine Grenze. Ein weiterer Nachteil erw&amp;#228;chst aus ihrer Definition, die verwoben ist mit dem Mehrheitsbegriff. Demokratie ist nicht nur w&amp;#246;rtlich Volksherrschaft, sondern praktisch Mehrheitsherrschaft.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;img style="border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px" height="113" alt="image" src="http://lh4.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SY3lLDVSH6I/AAAAAAAAAPg/icEb18eR1RU/image%5B15%5D.png?imgmax=800" width="118" align="left" border="0" /&gt; Klingt ganz nat&amp;#252;rlich und nicht schlimm? Nun, das h&amp;#228;ngt vom Standpunkt ab: Wer zur Mehrheit geh&amp;#246;rt, der findet das nicht schlimm. Wer aber zur &amp;#252;berstimmten Minderheit geh&amp;#246;rt... der mag sich gr&amp;#228;men. Wo 50%+1 Gemeinschaftsmitglieder bestimmen, sind 50%-1 Gemeinschaftsmitglieder notwendig unzufrieden. Zwar haben sie ihre Chance gehabt - doch am Ergebnis &amp;#228;ndert das nichts. Auch Demokratie erf&amp;#252;llt gew&amp;#246;hnlich die W&amp;#252;nsche von 50%-1 Gemeinschaftsmitglieder nicht.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Das muss kein Problem sein, aber es kann. Ob es zu einem Problem wird, ist den &amp;#252;berstimmten Gemeinschaftsmitgliedern &amp;#252;berlassen. Wie verhalten sie sich nach ihrer Niederlage zur mehrheitlich ausgew&amp;#228;hlten Entscheidungsoption?&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;quot;Guter Sportsgeist&amp;quot; gebietet nat&amp;#252;rlich den Gl&amp;#252;ckwunsch an die Mehrheit und willige F&amp;#252;gung in den Beschluss. Demokratie erwartet von der Minderheit, dass sie nach der Niederlage die Mehrheit so unterst&amp;#252;tzt, als sei die Entscheidung f&amp;#252;r die Minderheitsmeinung gefallen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Aber ist das realistisch? Im Gro&amp;#223;en und Ganzen scheint es gut genug zu funktionieren. Vom Verein bis zur Nation leben wir damit, dass die Minderheiten zumindest gut genug bei der Sache der Mehrheit mitmachen. Dar&amp;#252;ber hinaus jedoch... Der mehr oder weniger offene Widerstand von Minderheiten ist ein weiterer Grund, warum sich Demokratie nicht f&amp;#252;r den Einsatz in Organisationen anbietet, die kurzfristig Nutzen produzieren sollen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Wo keine autokratische Macht herrscht, ist die Gefahr zu gro&amp;#223;, dass, wer unterliegt, zu einem Widerstandsnest wird. Unber&amp;#252;cksichtigte W&amp;#252;nsche verschwinden ja nicht. Sie verwandeln sich nur. Das ist innerhalb jedes Menschen so und kann bis zur psychischen St&amp;#246;rung f&amp;#252;hren. Das ist auch so in sozialen Systemen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Unterdr&amp;#252;ckte W&amp;#252;nsche, die nicht durch Macht &amp;#252;ber die Gemeinschaftsmitglieder kompensiert werden, suchen sich Ventile. Weitere Ineffizienz ist die Folge.&lt;/p&gt;  &lt;h5&gt;Von Demo zu Sozio&lt;/h5&gt;  &lt;p&gt;Autokratie ist effizient, aber ignorant der Gemeinschaft gegen&amp;#252;ber. Demokratie ist ineffizient, aber gemeinschaftsorientiert; dennoch erf&amp;#252;llen sich die W&amp;#252;nsche von 50%-1 der Gemeinschaftsmitglieder nicht.&lt;img style="border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px" height="127" alt="image" src="http://lh6.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SY3lLhZWKWI/AAAAAAAAAPk/7y9Sqi4AxCw/image%5B21%5D.png?imgmax=800" width="127" align="right" border="0" /&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Tertium non datur?&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Der Anspruch der Soziokratie ist es, die Vorteile beider F&amp;#252;hrungsmodelle zu verbinden und ihre Nachteile zu vermeiden. Das h&amp;#246;rt sich nat&amp;#252;rlich wie die Quadratur des Kreises an.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Dass der Soziokratie dennoch eine L&amp;#246;sung gelingt, liegt in ihrem Verzicht auf Konsens.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Wie die Demokratie geht es der Soziokratie darum, dass nicht einfach so Wenige &amp;#252;ber Viele herrschen. Sie gibt also den Vielen ein Forum.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Wie dieses Forum dann jedoch Entscheidungen trifft, das ist ganz undemokratisch. Die Soziokratie fragt n&amp;#228;mlich nicht nach der Zahl der Stimmen f&amp;#252;r eine Option. Ihr ist es egal, wer daf&amp;#252;r ist. Sie interessiert sich auch nicht f&amp;#252;r platte Meinungen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;F&amp;#252;r die Soziokratie z&amp;#228;hlen allein Argumente. Und zwar Gegenargumente. Ihr ist daran gelegen, Widerst&amp;#228;nde gegen Optionen aufzudecken. Und sind die Widerst&amp;#228;nde in Form substanzieller Gegenargumente ge&amp;#228;u&amp;#223;ert, dann arbeitet die Soziokratie an ihrer Integration.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Die Gemeinschaft ist in der Soziokratie kein Gebilde, das m&amp;#252;hsam geeinigt werden m&amp;#252;sste. Sie ist vielmehr Menge von Sensoren, die wertvollen Input &amp;#252;ber Grenzen der Machbarkeit und Eignung von Entscheidungsoptionen liefern kann.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Eben das macht Soziokratie dann auch effizient. Ohne Konsenszwang kann sich die Gemeinschaft darauf konzentrieren, Hindernisse aus dem Weg zu r&amp;#228;umen. Und zwar substanzielle Hindernisse, denn in der soziokratischen Gemeinschaft geht es ums sachliche Gegenargument. Negative Emotionen zu einer Option sind als Einstieg in die Diskussion willkommen - aber sie m&amp;#252;ssen dann auf substanzielle Widerst&amp;#228;nde zur&amp;#252;ckgef&amp;#252;hrt werden k&amp;#246;nnen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Das geht aller Erfahrung nach deutlich schneller als die Erzielung eines Konsens. Das h&amp;#228;lt Widerst&amp;#228;nde sichtbar, statt sie durch &amp;#220;berstimmungsniederlage in den Untergrund zu treiben. Das nimmt gerade die negative Befindlichkeit jedes Gemeinschaftsmitgliedes ernst.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;img style="border-top-width: 0px; border-left-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-right-width: 0px" height="88" alt="image" src="http://lh6.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SY3lMYvL0SI/AAAAAAAAAPo/rRn7YK8XbYU/image%5B28%5D.png?imgmax=800" width="136" align="left" border="0" /&gt; Soziokratie bezeichnet sich daher auch gern als &amp;quot;Herrschaft des Arguments&amp;quot;. Wo bei der Demokratie letztlich nur das Kreuz auf einer Wahlkarte ohne jede Erkl&amp;#228;rung ausreicht, da wird die Soziokratie pers&amp;#246;nlich. Sie will es genau wissen, warum sich ein Gemeinschaftsmitglieder nicht gut mit einer zu f&amp;#228;llenden Entscheidung f&amp;#252;hlt. Denn nur das z&amp;#228;hlt. Egal wieviele daf&amp;#252;r sind, am Ende ist jeder latente Widerstand ein potenzieller Keim f&amp;#252;r Ineffizienz im Tagesgesch&amp;#228;ft der Organisation.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Autokratie interessiert sich nur f&amp;#252;r die wenigen Autokraten. Demokratie interessiert sich vor allem f&amp;#252;r die (anonyme) Mehrheit.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Soziokratie integriert beide Sichtweisen in einer Gemeinschaft, die jedem Einzelnen mit seinen Gegenargumenten Geh&amp;#246;r schenkt.&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1497790043332144409-4608609600229826341?l=soziokratie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://soziokratie.blogspot.com/feeds/4608609600229826341/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://soziokratie.blogspot.com/2009/02/das-sozio-in-der-kratie.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1497790043332144409/posts/default/4608609600229826341'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1497790043332144409/posts/default/4608609600229826341'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://soziokratie.blogspot.com/2009/02/das-sozio-in-der-kratie.html' title='Das Sozio in der Kratie'/><author><name>Ralf Westphal - One Man Think Tank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05225416366856069349</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_BjSNSdXBvLg/S9x6zIp__pI/AAAAAAAAAiA/d3UYJcjZQNQ/S220/RalfWestphal-Picture_small.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh6.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SY3lKaFzIaI/AAAAAAAAAPU/e88z4AZaYQQ/s72-c/image%5B4%5D.png?imgmax=800' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1497790043332144409.post-5986827129253061903</id><published>2009-02-06T08:45:00.001+01:00</published><updated>2009-02-06T08:45:44.540+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Terminologie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemeines'/><title type='text'>Führung vs. Tagesgeschäft</title><content type='html'>&lt;p&gt;Um zu verstehen, wo Soziokratie sich in einer Organisation verortet, ist es n&amp;#252;tzlich, das was Organisationen so tun, in zwei ganz unterschiedliche Kategorien zu scheiden:&lt;/p&gt;  &lt;ul&gt;   &lt;li&gt;F&amp;#252;hrung&lt;/li&gt;    &lt;li&gt;Operatives Gesch&amp;#228;ft, Linie, Tagesgesch&amp;#228;ft&lt;/li&gt; &lt;/ul&gt;  &lt;p&gt;&lt;img style="border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px" height="133" alt="image" src="http://lh6.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SYvqnP2mg6I/AAAAAAAAAOo/iXoRxGMJD74/image%5B23%5D.png?imgmax=800" width="143" align="right" border="0" /&gt; Diese beiden T&amp;#228;tigkeitskategorien oder Organisationsaspekte sind in den &amp;#252;blichen Organigrammen vermischt. Das ist ein Teil der Schwierigkeit von Soziokratie, sich verst&amp;#228;ndlich zu machen. Deshalb hier die klare Trennung:&lt;/p&gt;  &lt;h6&gt;&lt;/h6&gt;  &lt;h5&gt;Tagesgesch&amp;#228;ft&lt;/h5&gt;  &lt;p&gt;Zweck von Organisationen ist das, was sie im operativen Gesch&amp;#228;ft tun: sie produzieren Schuhe, lehren Sch&amp;#252;ler, bieten Menschen Unterkunft, kl&amp;#228;ren Verbrechen uvm. Wertsch&amp;#246;pfung in irgendeiner Form ist das Tagesgesch&amp;#228;ft von Organisationen. Dazu werden sie gegr&amp;#252;ndet. Wo vorher weniger war, da ist durch ihre T&amp;#228;tigkeit sp&amp;#228;ter mehr.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Organisationen erf&amp;#252;llen die Anforderungen von Nutzern. Das sind funktionale Anforderungen und nicht funktionale. Eine&amp;#160; funktionale Anforderung an ein Restaurant ist die Zubereitung einer Speise; ihre funktionalen Zwecke sind S&amp;#228;ttigung und Nahrhaftigkeit. &lt;img style="border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px" height="110" alt="image" src="http://lh6.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SYvqnfB19VI/AAAAAAAAAOs/hSTud3LQRj8/image%5B24%5D.png?imgmax=800" width="140" align="left" border="0" /&gt;Eine nicht funktionale Anforderung w&amp;#228;re in diesem Fall zum Beispiel ein guter Geschmack oder Frische. Verbrecher sollen nicht nur geschnappt, sondern auch schnell und zuverl&amp;#228;ssig geschnappt werden. Eine Telefonauskunft soll nicht nur &amp;#252;berhaupt erteilt werden, sondern auch z&amp;#252;gig, selbst wenn hunderte Anrufer gleichzeitig danach verlangen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Dazu kommen T&amp;#228;tigkeiten, die die &amp;quot;Nutzenproduktion&amp;quot; unterst&amp;#252;tzen. Buchhaltung, Reinigung, Sicherheit geh&amp;#246;ren dazu.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Tagesgesch&amp;#228;ft ist, was innerhalb einer gegebenen Organisationsform und innerhalb eines gegebenen Regelrahmens abl&amp;#228;uft. Tagesgesch&amp;#228;ft f&amp;#252;hrt aus, arbeitet ab, produziert.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Und da nicht jedes einzelne Organisationsmitglied im Tagesgesch&amp;#228;ft alle Informationen besitzt, um seine Arbeit selbst optimal einzuteilen, muss das Tagesgesch&amp;#228;ft koordiniert werden. Der Au&amp;#223;endienstleiter teilt seine Au&amp;#223;endienstmitarbeiter nach Lage der Verkaufszahlen ein. Der Brandmeister weist seinen Feuerwehrm&amp;#228;nnern Aufgaben nach Einsatzlage zu. Der Restaurantchef h&amp;#228;lt seine Kellner im wahrsten Sinne&lt;img style="border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px" height="123" alt="image" src="http://lh3.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SYvqn-5I26I/AAAAAAAAAOw/7WSusB0KR9Y/image%5B25%5D.png?imgmax=800" width="232" align="right" border="0" /&gt; des Wortes am Laufen. Der Handwerks-meister sorgt daf&amp;#252;r, dass seine Gesellen und Lehrlinge auf dem Bau alle etwas zu tun haben.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Die Organisation dieses Tagesgesch&amp;#228;ftes ist ganz unterschiedlich. Kleine Gruppen koordinieren sich selbst, gr&amp;#246;&amp;#223;ere werden durch einen Leiter koordiniert. Befehlshierarchien sind die Norm. Eine (mehr oder weniger) autokratische Organisation ist einfach sehr effizient, wenn klar ist, was getan werden soll. Solange einer den &amp;#220;berblick hat, soll er auch ansagen. Dann kann er im Sinne der Organisationsgrunds&amp;#228;tze koordinieren, um Wert zu sch&amp;#246;pfen bzw. die Organisation am Laufen zu halten.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Hier ist Soziokratie nicht im Spiel. Mit Soziokratie koordinieren Sie das Tagesgesch&amp;#228;ft nicht. Im Tagesgesch&amp;#228;ft tut eine Organisation einfach, was zur Erreichung ihres Zwecks n&amp;#246;tig ist. Die Linie setzt um, was ihr die F&amp;#252;hrung aufgetr&amp;#228;gt.&lt;/p&gt;  &lt;h5&gt;F&amp;#252;hrung&lt;/h5&gt;  &lt;p&gt;Kategorisch zu trennen vom Tagesgesch&amp;#228;ft der Organisation ist die F&amp;#252;hrung der Organisation. F&amp;#252;hrung &amp;quot;tut nicht&amp;quot;, sondern definiert die Rahmenbedingungen f&amp;#252;r das Tun. Sie sind die Handl&amp;#228;ufe, Leitlinien, Grunds&amp;#228;tze f&amp;#252;r das Tagesgesch&amp;#228;ft.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;In einem Call Center k&amp;#246;nnte ein Grundsatz lauten, &amp;quot;Jeder Anruf wird sp&amp;#228;testens nach 30 Sekunden beantwortet.&amp;quot; Aufgabe des Tagesgesch&amp;#228;ftes ist es dann, diesen Grundsatz einzuhalten.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Die Firmenpolitik einer Druckerei k&amp;#246;nnte sein, m&amp;#246;glichst &amp;#246;kologisch zu produzieren. Das hat Einfluss auf den Einkauf von Papier und Farbe und Maschinen. Und auch Marketing und PR werden dadurch gef&amp;#252;hrt.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;F&amp;#252;hrung stanzt aus dem, was grunds&amp;#228;tzlich m&amp;#246;glich w&amp;#228;re, um den Unternehmenszweck zu erf&amp;#252;llen, sozusagen einen Spielraum aus, in dem sich das operative Gesch&amp;#228;ft gewegen darf.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;#160;&lt;img style="border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px" height="216" alt="image" src="http://lh5.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SYvqoKqRCrI/AAAAAAAAAO0/kx0X7SABLgw/image%5B40%5D.png?imgmax=800" width="329" border="0" /&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;F&amp;#252;hrung legt die Organisationspolitik fest. Sie ist wie ein Magnet, auf den sich alles Tun ausrichtet. Ihre vornehmste Aufgabe ist es, alle Aktivit&amp;#228;ten ihrer Mitglieder koh&amp;#228;rent zu machen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Bei F&amp;#252;hrung geht es eher um das Was als um das Wie. &amp;quot;Wir wollen das beste Restaurant f&amp;#252;r franz&amp;#246;sische Fischgerichte sein!&amp;quot; definiert, was die Gesch&amp;#228;ftsf&amp;#252;hrung erreichen m&amp;#246;chte. Wie die t&amp;#228;gliche Umsetzung dieser Vision aussieht, ist dann Sache von Chefkoch und Restaurantleiter im operativen Gesch&amp;#228;ft. Der eine entscheidet &amp;#252;ber den Einkauf der daf&amp;#252;r geeigneten Zutaten und kreiert anbetungsw&amp;#252;rdige Men&amp;#252;s, der andere entscheidet &amp;#252;ber Einsatzplan des Personals und empf&amp;#228;ngt die G&amp;#228;ste. Beide koordinieren, wasimmer zu tun ist, um das Restaurant zum besten f&amp;#252;r franz&amp;#246;sische Fichgerichte zu machen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Die F&amp;#252;hrung einer Organisation und die Koordination einer Organisation sind mithin zwei ganz unterschiedliche Aspekte. F&amp;#252;hrung bedingt zwar die Koordination, Letztere ist insofern also abh&amp;#228;ngig von Ersterer. Doch innerhalb ihrer &amp;quot;Hoheitsgebiete&amp;quot; sind beide frei. Deshalb k&amp;#246;nnen sie auch als unterschiedliche Dimensionen der T&amp;#228;tigkeiten in einer Organisation angesehen werden:&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;img style="border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px" height="177" alt="image" src="http://lh4.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SYvqocc_vBI/AAAAAAAAAO4/YmK0FXU3uVI/image%5B34%5D.png?imgmax=800" width="206" border="0" /&gt; &lt;/p&gt;  &lt;h5&gt;Rollenspiele&lt;/h5&gt;  &lt;p&gt;In den meisten Organisationen sind die Aufgaben der F&amp;#252;hrung und der Koordination klar getrennt: hier die Gesch&amp;#228;ftsf&amp;#252;hrung, der Vorstand, der Aufsichtsrat, das Management; dort die Linienabteilungen mit ihren Leitern und den Ausf&amp;#252;hrenden.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh4.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SYvqogJO5CI/AAAAAAAAAO8/Le86MQHvUmY/s1600-h/image%5B45%5D.png"&gt;&lt;a href="http://lh5.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SYvqo8OyIeI/AAAAAAAAAPA/mpuT52q1Ac0/s1600-h/image%5B51%5D.png"&gt;&lt;img style="border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px" height="96" alt="image" src="http://lh4.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SYvqpCvYs7I/AAAAAAAAAPE/IXXh9Zqj1tU/image_thumb%5B19%5D.png?imgmax=800" width="71" align="right" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img style="border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px" height="91" alt="image" src="http://lh3.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SYvqpcUGZuI/AAAAAAAAAPI/1s1y1V5P7es/image_thumb%5B15%5D.png?imgmax=800" width="73" align="left" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die meisten Menschen in einer Organisation haben danach eine klare Rolle: entweder sie f&amp;#252;hren oder sie werden gef&amp;#252;hrt. Entweder sie bestimmen die Organisationspolitik und -gruns&amp;#228;tze oder sie werden danach koordiniert.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Je nach Gr&amp;#246;&amp;#223;e einer Organisation k&amp;#246;nnen dieselben Personen allerdings auch sowohl eine F&amp;#252;hrungsrolle wie eine Rolle im operativen Gesch&amp;#228;ft spielen. Der Meister eines Handwerksbetriebs ist oft z.B. auch sein Gesch&amp;#228;ftsf&amp;#252;hrer; er bestimmt also nicht nur die Gesch&amp;#228;ftspolitik, sondern ist auch noch im Tagesgesch&amp;#228;ft mit auf der Baustelle.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;F&amp;#252;r ein Verst&amp;#228;ndnis der Soziokratie ist es allerdings hilfreich, die Rollen &amp;quot;F&amp;#252;hrer&amp;quot; und &amp;quot;Gef&amp;#252;hrter&amp;quot; klar zu trennen. Tun, Denken, F&amp;#252;hlen, Sichtweise, Interessenlage unterscheiden sich in beiden Rollen stark.&lt;/p&gt;  &lt;h5&gt;F&amp;#252;hrung reflexiv&lt;/h5&gt;  &lt;p&gt;F&amp;#252;hrung ist auch eine T&amp;#228;tigkeit im Sinne des Organisationszwecks. Auch sie braucht daher Grunds&amp;#228;tze. Ein solcher Grundsatz k&amp;#246;nnte zum Beispiel lauten, dass Entscheidungen &amp;#252;ber die Gewinnverwendung immer mit der ganzen Belegschaft abgestimmt werden.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;F&amp;#252;hrung ist daher auch immer reflexiv, d.h. F&amp;#252;hrung f&amp;#252;hrt nicht nur das Tagesgesch&amp;#228;ft durch Rahmenbedingungen, sondern auch sich selbst.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href="http://lh6.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SYvqptVUXXI/AAAAAAAAAPM/8lsotk0k3R8/s1600-h/image%5B57%5D.png"&gt;&lt;img style="border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px" height="208" alt="image" src="http://lh3.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SYvqp6OAB7I/AAAAAAAAAPQ/Pfj_hTqP2VA/image_thumb%5B23%5D.png?imgmax=800" width="360" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;  &lt;h5&gt;Diskussion der Begrifflichkeit&lt;/h5&gt;  &lt;p&gt;Ist es denn nicht aber so, dass ein Meister seine Gesellen auf der Baustelle auch f&amp;#252;hrt? F&amp;#252;hrt nicht jeder Abteilungsleiter seine Abteilungsmitarbeiter? Findet F&amp;#252;hrung nicht auch im Tagesgesch&amp;#228;ft statt?&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Die Fragen m&amp;#246;gen Sie sich stellen, wenn Sie den Erkl&amp;#228;rungen bis hierhin gefolgt sind. Die einfache Antwort darauf lautet auch: Ja, jeder, der anderen sagt, was sie tun sollen, f&amp;#252;hrt auch. Zumindest im ganz allgemeinen Wortsinn.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Zum Verst&amp;#228;ndnis der Soziokratie ist jedoch eine klare Unterscheidung wichtig zwischen dem, was das Management tut und dem, was die Linie tut. Wenn auf beiden Seiten gef&amp;#252;hrt wird, dann kann sich Soziokratie nicht so einfach verorten. F&amp;#252;hrung auf allen Seiten, auf allen Ebene verw&amp;#228;ssert das Bild einer Organisation.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Statt nun aber zu dem, was das Management tut, &amp;quot;managen&amp;quot; zu sagen, scheint der deutsche Begriff &amp;quot;f&amp;#252;hren&amp;quot; naheliegender. Steuern ist zu sehr mit der Arbeit an Maschinen verkn&amp;#252;pft; leiten scheint &amp;quot;zu schwach&amp;quot;.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Im Englischen gibt es neben Management noch Governance und Leadership. Beides Begriffe, die mit dem, was hier als F&amp;#252;hrung bezeichnet wird, zu tun haben. Als Verben taugen sie jedoch wenig, selbst wenn sich &amp;quot;managen&amp;quot; schon in die deutsche Sprache eingeschlichen hat.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;So scheinen einstweilen F&amp;#252;hren und F&amp;#252;hrung geeignete Begriffe f&amp;#252;r das, was &amp;quot;der Kopf&amp;quot; einer Organisation tut. Und Koordination ist das, was stattfindet in der Linie. Koordination ist ein unbelastetes Wort und beschreibt recht genau, was h&amp;#246;here Hierarchieebenen im Tagesgesch&amp;#228;ft tun: sie weisen ihre &amp;quot;Untergebenen&amp;quot; in einer Weise an, dass ein geordnetes Ganzes zum Vorteil von Organisation und Nutznie&amp;#223;ern entsteht.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;F&amp;#252;hrung beobachtet, plant, entscheidet; Linie f&amp;#252;hrt aus, koordiniert, verwaltet.&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1497790043332144409-5986827129253061903?l=soziokratie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://soziokratie.blogspot.com/feeds/5986827129253061903/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://soziokratie.blogspot.com/2009/02/fuhrung-vs-tagesgeschaft.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1497790043332144409/posts/default/5986827129253061903'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1497790043332144409/posts/default/5986827129253061903'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://soziokratie.blogspot.com/2009/02/fuhrung-vs-tagesgeschaft.html' title='Führung vs. Tagesgeschäft'/><author><name>Ralf Westphal - One Man Think Tank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05225416366856069349</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_BjSNSdXBvLg/S9x6zIp__pI/AAAAAAAAAiA/d3UYJcjZQNQ/S220/RalfWestphal-Picture_small.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh6.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SYvqnP2mg6I/AAAAAAAAAOo/iXoRxGMJD74/s72-c/image%5B23%5D.png?imgmax=800' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1497790043332144409.post-7225084567652998772</id><published>2009-02-05T20:49:00.002+01:00</published><updated>2009-12-21T15:00:30.460+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leseempfehlungen'/><title type='text'>Über Soziokratie lesen</title><content type='html'>&lt;p&gt;Auch wenn die Soziokratie schon einige Jahrzehnte alt ist, hat sie es noch nicht zu "flächendeckender Berichterstattung" gebracht. Soziokratie oder SKM für &lt;em&gt;Soziokratische KreisMethode&lt;/em&gt; fristet eher noch ein Nischendasein in der öffentlichen Wahrnehmung. Dennoch können Sie aber natürlich etwas über Soziokratie außerhalb dieses Blogs lesen.&lt;/p&gt;  &lt;ul&gt;   &lt;li&gt;Die soziokratischen Zentren bieten auf ihren Seiten online Dokumente, in denen Sie etwas über die Grundzüge der &lt;img style="border: 0px none ;" alt="image" src="http://lh6.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SYtCr8Qn81I/AAAAAAAAAOg/AOmJNfZpmd4/image%5B4%5D.png?imgmax=800" width="98" align="right" border="0" height="148" /&gt;Soziokratie erfahren. &lt;a href="http://soziokratie.org/literatur-undmehr.htm" target="_blank"&gt;Hier zum Beispiel&lt;/a&gt; einige Dokumente des deutschen Zentrums.&lt;/li&gt;    &lt;li&gt; Es gibt auch ein sehr lesenswertes Buch: &lt;a href="http://www.amazon.de/We-the-People/dp/0979282705" target="_blank"&gt;"We the People" von John Buck&lt;/a&gt;. Es berichtet über die Geschichte der Soziokratie und erklärt die soziokratische Methode.&lt;/li&gt;    &lt;li&gt;Das Wirtschaftsmagazin &lt;a href="http://www.brandeins.de/" target="_blank"&gt;brand eins&lt;/a&gt; hat der Soziokratie &lt;img style="border: 0px none ;" alt="image" src="http://lh3.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SYtCsfOSMTI/AAAAAAAAAOk/H8z8qq71S1c/image%5B12%5D.png?imgmax=800" width="93" align="left" border="0" height="121" /&gt;auch &lt;a href="http://www.brandeins.de/archiv/magazin/wirtschaft-neu/artikel/die-ideale-welt.html" target="_blank"&gt;einen Artikel&lt;/a&gt; gewidmet. Er zeichnet ein Stimmungsbild der "soziokratischen Bewegung" und lässt zurecht durchblicken, dass die Soziokratie bisher durchaus  Schwierigkeiten hatte, sich zu erklären. Auch das ein Grund für dieses Blog, mehr und verständliche Informationen zu liefern.&lt;/li&gt;    &lt;li&gt;Aus dem Blickwinkel der Softwarebranche beleuchten &lt;a href="http://ralfw.blogspot.com/search/label/Soziokratie" target="_blank"&gt;einige Blog-Artikel&lt;/a&gt; von Ralf Westphal die Soziokratie. Sie profitieren davon, dass die Softwareentwicklung Konzepte der Soziokratie ganz unabhängig von ihr schon lebt und dafür Begriffe hat.&lt;/li&gt;    &lt;li&gt;Wer sich fragt, wie Soziokratie in kleinen Schritten eingeführt werden kann, ohne eine größere Zahl Menschen zunächst überzeugen zu müssen, der findet Hinweise &lt;a href="http://sociocracy.info/applyingprinciples.html" target="_blank"&gt;in einem Artikel&lt;/a&gt; der Mitautorin von "We the People".&lt;/li&gt;    &lt;li&gt;Verwandt mit der Soziokratie ist die Holakratie (&lt;a href="http://www.holacracy.org/" target="_blank"&gt;Holacracy&lt;/a&gt;&lt;em&gt;)&lt;/em&gt; von Brian Robertson. Das &lt;a href="http://www.holacracy.org/downloads/HolacracyIntro2007-06.pdf" target="_blank"&gt;Whitepaper&lt;/a&gt; dazu ist lesenswert und erklärt manchen Aspekt der Soziokratie klarer als deren eigene Dokumente. Die Holakratie geht jedoch über die Soziokratie hinaus; sie ist keine Minimalmethode mehr.&lt;/li&gt; &lt;/ul&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1497790043332144409-7225084567652998772?l=soziokratie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://soziokratie.blogspot.com/feeds/7225084567652998772/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://soziokratie.blogspot.com/2009/02/uber-soziokratie-lesen.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1497790043332144409/posts/default/7225084567652998772'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1497790043332144409/posts/default/7225084567652998772'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://soziokratie.blogspot.com/2009/02/uber-soziokratie-lesen.html' title='Über Soziokratie lesen'/><author><name>Ralf Westphal - One Man Think Tank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05225416366856069349</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_BjSNSdXBvLg/S9x6zIp__pI/AAAAAAAAAiA/d3UYJcjZQNQ/S220/RalfWestphal-Picture_small.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh6.ggpht.com/_BjSNSdXBvLg/SYtCr8Qn81I/AAAAAAAAAOg/AOmJNfZpmd4/s72-c/image%5B4%5D.png?imgmax=800' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1497790043332144409.post-4681373977145224901</id><published>2009-02-05T14:54:00.001+01:00</published><updated>2009-02-05T14:54:09.195+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemeines'/><title type='text'>Willkommen bei der Soziokratie</title><content type='html'>&lt;p&gt;Haben Sie das Gef&amp;#252;hl, das Unternehmen, in dem Sie arbeiten, w&amp;#252;rde nicht optimal gef&amp;#252;hrt? Gute Ideen versanden, Impulse aus dem Markt werden nicht aufgenommen, Unzufriedenheit bei Kunden und Kollegen macht sich breit...&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Oder sind Sie an der F&amp;#252;hrung einer Organisation als Vereinsvorsitzender oder Gesch&amp;#228;ftsf&amp;#252;hrer beteiligt und haben das Gef&amp;#252;hl, die Dinge klappen nicht so, wie Sie es sich vorstellen? Der Krankenstand ist hoch, Anweisungen werden nicht umgesetzt, der Markt scheint Ihnen zu entgleiten...&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Dann sind Sie bei der Soziokratie richtig. Die Soziokratie hat Antworten auf viele kleine und gro&amp;#223;e Probleme der F&amp;#252;hrung heutiger Organisationen. Dabei ist sie nicht von Gutmenschtum getrieben, sondern versucht sachlich und ernsthaft die Interessen des sozialen Systems &amp;quot;Organisation&amp;quot; mit denen der Menschen, die in ihm organisiert sind, &amp;#252;berein zu bringen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Allerdings geht Soziokratie einen anderen Weg als so mancher moderner Managementratgeber. Soziokratie steht f&amp;#252;r die Auffassung, dass sich sehr grunds&amp;#228;tzlich an F&amp;#252;hrung etwas &amp;#228;ndern muss, um Organisationen fit f&amp;#252;r immer variablere &amp;quot;M&amp;#228;rkte&amp;quot; und immer anspruchsvollere Mitglieder wie Nutznie&amp;#223;er zu machen. Mit Symptomkuren ist es nicht mehr getan.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Die Beitr&amp;#228;ge in diesem Blog stellen allerdings keine systematische Einf&amp;#252;hrung in die Soziokratie dar. Sie sind vielmehr als Kommentare und &amp;quot;lautes Denken&amp;quot; rund um das Thema Soziokratie gedacht. Ressourcen f&amp;#252;r die weitergehende Besch&amp;#228;ftigung entnehmen Sie bitte den beigef&amp;#252;gten Listen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Vielen Dank f&amp;#252;r Ihr Interesse an Soziokratie! Wir freuen uns auf einen anregenden Gedankenaustausch mit Ihnen hier im Blog und in anderen Foren.&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1497790043332144409-4681373977145224901?l=soziokratie.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://soziokratie.blogspot.com/feeds/4681373977145224901/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://soziokratie.blogspot.com/2009/02/willkommen-bei-der-soziokratie.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1497790043332144409/posts/default/4681373977145224901'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1497790043332144409/posts/default/4681373977145224901'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://soziokratie.blogspot.com/2009/02/willkommen-bei-der-soziokratie.html' title='Willkommen bei der Soziokratie'/><author><name>Ralf Westphal - One Man Think Tank</name><uri>http://www.blogger.com/profile/05225416366856069349</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='21' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_BjSNSdXBvLg/S9x6zIp__pI/AAAAAAAAAiA/d3UYJcjZQNQ/S220/RalfWestphal-Picture_small.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
